Fünf Buchenwälder in Deutschland sollen bald zum Weltnaturerbe gehören
| Dichte Teppiche aus Bärlauch schmücken im Frühling den Buchenwald im Nationalpark Hainich, Foto: Rüdiger Biehl |
Mit dem Einzug des Frühlings machen sich strenge Prüfer aus Paris in höchst offiziellem Auftrag auf den Weg in besonders schöne Areale in ganz Deutschland. Hier graben sie in der Erde unter einem dichten Blätterdach, nehmen Proben aus einem Moor, messen den Umfang von Baumstämmen und verschaffen sich auf ausgedehnten Wanderungen einen guten Überblick über das Gebiet. Unterwegs treffen sie sich mit Förstern, Jägern, Eigentümern, Naturschützern, Landwirten und möglichst vielen Einwohnern umliegender Ortschaften, um eine wichtige Frage für die UNESCO zu klären: „Wie stehen Sie zum Titel Weltnaturerbe?“ Dieser soll ab 2011 fünf herausragende Buchenwälder in vier Bundesländern schmücken. Sie liegen in den Nationalparks Jasmund und Müritz (Mecklenburg-Vorpommern), Hainich (Thüringen), Kellerwald-Edersee (Hessen) sowie im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg).
Der Ästige Stachelbart an einem gefallenen Baumriesen. Der Ästige Stachelbart ist ein Pilz (Pilz des Jahres 2006) und wächst auf denEinnahmen durch die auf ausgewiesenen Wegen gelenkten Touristen machen diese Auszeichnung so wertvoll. Außerdem wären die schönsten deutschen Buchenwälder dann Teil eines europäischen Verbundes, denn auch zehn Gebiete der Buchenurwälder in den Karpaten im Grenzgebiet der Slowakei und der Ukraine haben die Prüfung schon erfolgreich bestanden.
Nach Ansicht der deutschen UNESCO-Kommission bestehen für die fünf deutschen Kandidaten beste Chancen auf den begehrten Titel. Zu den wichtigsten Kriterien gehören der so genannte „outstanding universal value“, also die außergewöhnliche universelle Bedeutung. Außerdem sollten die Gebiete eine relative hohe Unversehrtheit der Natur und eine hohe Authentizität aufweisen. Ein Schutz- und Verwaltungsplan soll den dauerhaften Erhalt der kostbaren Wälder sichern. Das ist allein schon durch die Lage der ausgesuchten Wälder in Nationalparken und in einem Biosphärenreservat gegeben.
Viele Forstwissenschaftler halten die Buchwälder für artenreicher als Laubmischwälder. Gerade die im Schnitt 250 bis 300 Jahre alten Bäume bieten im Verbund mit stehendem und liegendem Totholz, das vom Menschen nicht entfernt wird, einen großen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Höhlenbrüter, Fledermäuse und viele andere Lebewesen finden gute Unterschlüpfe. Quellen, Bäche, Seen, Moore, Felsen, Höhlen oder Blockhalden tragen zur Vielfalt bei. Etwa 6.000 Tierarten haben Biologen in Buchenwäldern entdeckt.
Ohne das Wirken des Menschen würde ganz Deutschland heute noch gänzlich von Buchenwäldern bedeckt sein. Doch die meisten Flächen verschwanden für Siedlungen, Industrien, Felder oder Straßen. Deshalb gelten die verbliebenen Buchenregionen als so wertvoll, dass sie nun als Weltnaturerbe dauerhaft gesichert und anerkannt werden sollen.

Die jetzt durch das Gelände streifenden
Inspektoren dürften kaum Zweifel an den
Anträgen finden. Dafür sind die Buchenwälder
einfach viel zu schön.
Nationalpark Jasmund, Foto: MIchael Weigelt
Nach Ansicht der deutschen UNESCO-Kommission bestehen für die fünf deutschen Kandidaten beste Chancen auf den begehrten Titel. Zu den wichtigsten Kriterien gehören der so genannte „outstanding universal value“, also die außergewöhnliche universelle Bedeutung. Außerdem sollten die Gebiete eine relative hohe Unversehrtheit der Natur und eine hohe Authentizität aufweisen. Ein Schutz- und Verwaltungsplan soll den dauerhaften Erhalt der kostbaren Wälder sichern. Das ist allein schon durch die Lage der ausgesuchten Wälder in Nationalparken und in einem Biosphärenreservat gegeben.
Viele Forstwissenschaftler halten die Buchwälder für artenreicher als Laubmischwälder. Gerade die im Schnitt 250 bis 300 Jahre alten Bäume bieten im Verbund mit stehendem und liegendem Totholz, das vom Menschen nicht entfernt wird, einen großen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Höhlenbrüter, Fledermäuse und viele andere Lebewesen finden gute Unterschlüpfe. Quellen, Bäche, Seen, Moore, Felsen, Höhlen oder Blockhalden tragen zur Vielfalt bei. Etwa 6.000 Tierarten haben Biologen in Buchenwäldern entdeckt.
Ohne das Wirken des Menschen würde ganz Deutschland heute noch gänzlich von Buchenwäldern bedeckt sein. Doch die meisten Flächen verschwanden für Siedlungen, Industrien, Felder oder Straßen. Deshalb gelten die verbliebenen Buchenregionen als so wertvoll, dass sie nun als Weltnaturerbe dauerhaft gesichert und anerkannt werden sollen.

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Anträgen finden. Dafür sind die Buchenwälder
einfach viel zu schön.
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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