Weit, grün und sehr idyllisch. Auf ausgedehnten Wiesen und Weidfeldern, die sich an Berge und Täler schmiegen, grasen einheimische „Hinterwälder“, die kleinsten mitteleuropäischen Rinder. Das Biosphärengebiet Schwarzwald südlich von Freiburg gelegen, ist eine bäuerlich geprägte, einzigartige Kulturlandschaft aus südlich anmutenden Weinbergen, Mooren und grünen Laub- und Mischwäldern.

Gründungsjahr: 2016
Geographische Lage: Ganz im Südwesten von Baden-Württemberg in den Landkreisen Lörrach - Waldshut - Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg
Größe: 632 km²
Landschaften: Bergbäche, Blockhalden, Felsen, Fließgewässer, Hochlagen, Lawinenbahnen, Moore, Seen, Stillgewässer, Täler, Teiche, Wälder, Weidfelder

Das Gebiet

Größte Sehenswürdigkeit ist die eiszeitlich geprägte Landschaft mit ihrem Wechsel von offenen Flächen und Wäldern. Viele Dörfer und Streusiedlungen sind harmonisch in die Landschaft eingebunden. Kennzeichnend für den Südschwarzwald sind großflächige Rinderweiden, die zum Teil bis heute gemeinschaftlich genutzt werden (Allmendweiden). Das Biosphärengebiet verfügt über zahlreiche touristische Einrichtungen, Attraktionen und landschaftliche Anziehungspunkte. Geprägt wird das Gebiet vom bis zu 1.414 Meter hohen Belchen und dem 1.284 Meter hohen Freiburger Hausberg Schauinsland. Als weitere touristische Anziehungspunkte gelten die Todtnauer und Menzenschwander Wasserfälle, Freizeitseen und kleinere Bergseen sowie Moore. Natur- und Freizeitkletterer finden markante Kletterfelsen. Für Wanderer sind die Wehra- und Albtalschlucht sowie fünf Schwarzwälder Genießerpfade landschaftliche Highlights. Auch die Qualitätswanderwege Westweg und Schluchtensteig führen durch das Biosphärengebiet.

Naturschutz

Das Biosphärengebiet Schwarzwald umfasst für die Biodiversität besonders bedeutsame geologische, natürliche und kulturell geprägte Lebensräume. Charakteristisch sind insbesondere:

  1. großflächige, teilweise als Allmendweiden gemeinschaftlich genutzte Weidfelder in je nach Standort und Höhenlage unterschiedlicher Ausprägung,
  2. die eiszeitlich geprägten Lebensgemeinschaften der Hochlagen mit zahlreichen Eiszeitreliktarten, unter anderem mit Karen (beispielsweise Feldsee), heute noch aktiven Lawinenbahnen, Quell- und Rieselfluren,
  3. naturnahe Buchen- und Buchen-Tannenwälder unterschiedlicher standörtlicher, nutzungsbedingter und struktureller Ausprägung (Femelwälder, Plenterwälder, Hochwälder) in submontaner bis hochmontaner Lage,
  4. Schluchtwälder in feuchten Lagen, Block- und Hangschuttwälder im Umfeld von Felsen, hochmontane Bergmischwälder mit natürlichen Fichtenvorkommen,
  5. offene Block- und Schutthalden sowie Felsen,
  6. Moore unterschiedlicher Ausprägung,
  7. natürliche und naturnahe Fließgewässer einschließlich ihrer Begleitvegetation sowie Quell- und Hochstaudenfluren,
  8. magere Flachland- und Bergmähwiesen,
  9. durch frühere oder aktuelle Nutzungen bedingte Sonderstrukturen wie beispielsweise Stollen und Abraumhalden aus dem Bergbau, Steinriegel, Trockenmauern, Weidbuchen, Kohlplätze.

Besucherinformationen

Tourismusinformation

Schwarzwald Tourismus GmbH
Heinrich-von-Stephan-Straße 8b
79100 Freiburg

Besucher- und Informationszentren

Geschäftsstelle: Brand 24
79677 Schönau/Schwarzwald

Ein Informationszentrum soll in Todtnau errichtet werden.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Anreise mit dem Zug nach Zell (Textilmuseum), Wanderung oder Busfahrt nach Häg-Ehrsberg (Hinterhag), von Ehrsberg aus auf der „Panoramastraße“ oder Wanderweg Richtung Fröhnd (Blick auf den Belchen) und weiter nach Herrenschwand; von dort aus mit dem Bus vorbei an der Seehalde in den Gletscherkessel Präg und dann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt.

Wer es besonders lebhaft mag, fährt mit dem ÖPNV nach Todtnau: Vor Ort geht es mit dem Sessellift hinauf zur Bergstation und auf der Ganzjahres-Rodelbahn Hasenhorn oder der Downhill-Mountainbike-Strecke rasant abwärts. Das Wahrzeichen von Todtnau ist die Pfarrkirche. Sie ist im neoromanischen Stil gebaut und zitiert neben Stilformen der Renaissance auch die des Barocks. Die Todtnauer Wasserfälle stürzen 97 Meter ins Tal. An seinem Fuß lässt sich auf ergonomisch geformten „Himmelsliegen“ beim Rauschen des Wassers bestens entspannen.

Eine Woche vor Ort

Montag:
Anreise nach Hinterzarten mit Adler-Skistadion und Schwarzwälder Skimuseum, Wanderung über den Hochmoor Rundweg oder zum Ospelehof mit eigener Naturkosmetik

Dienstag:
Fahrt über Freiburg mit Bahn, Bus und Gondel auf den Schauinsland (1.284 m). Aussichtsturm, Besuch im Heimatmuseum in Hofsgrund oder im Besucherbergwerk Schauinsland.

Donnerstag:
Fahrt nach St. Blasien und Besuch im Dom, eine der größten Kuppelkirchen Europas. Menzenschwand: Entspannen in der Radon Vital Therme oder Besuch im Museum „Le Petit Salon“ zu „Europas Fürstenmaler“ F.X und H. Winterhalter aus Menzenschwand.

Freitag:
Besuch in Bernau, Wintersporthochburg im Biosphärengebiet. Besichtigung des Hans-Thoma-Kunstmuseums oder des Heimatmuseums Resenhof zur Tradition der Holzverarbeitung im „Schneflerdorf“, Wandertour auf dem Hochtalsteig.

Samstag:
Entlang der 14 km langen Etappe am Hebel-Wanderweg von Zell im Wiesental nach Steinen den alemannischen Versen von Johann Peter Hebel durchs Biosphärengebiet folgen.

Sonntag:
Ausflug  zum Belchen, Bergseilbahn zum Höhengasthaus. Der „magische“ Gipfel bietet Fernsichten auf die Schweizer Alpen, den französischen Jura und die Vogesen.

Barrierefrei besuchen

Kulturelles und Museen:

  • Dom in St. Blasien.
  • Modellbahnzentrum Schluchsee
  • Schwarzwälder Skimuseum in Hinterzarten
  • Spielzeugmuseum „Zum kleinen Hannes“ in Hinterzarten
  • Schwarzwald-Rosen-Sortimentsgarten im Rosendorf Nöggenschwiel
  • Todtnauer Wasserfälle
  • Münsterplatz Freiburg mit Münstermarkt
  • Augustinermuseum Freiburg

Sportlich:

  • „Barrierefreies Segeln“ auf dem Schluchsee
  • Barrierefreie Runde von Häusern über die Wittemle-Hütte im Hochschwarzwald
  • Belchen Seilbahn zum Höhengasthaus
  • Bergseilbahn auf den Schauinsland, barrierefreier Rundweg
  • Hochmoor-Rundweg bei Hinterzarten
  • Seerundweg Schluchsee (18 km)
  • Barrierefreie Rad- und Wanderwege im Dreisamtal (Oberried)
  • Steinwasenpark in Oberried, teilweise barrierefrei
  • Eugen-Keidel-Bad Freiburg
  • Radon Vital Bad St. Blasien-Menzenschwand

Anreise

Mit der Bahn:
nach Freiburg oder Lörrach, von dort kommt man mit Bus oder Bahn in verschiedene Bereiche des Biosphärengebiets

Kontakt

Biosphärengebiet Schwarzwald
Brand 24
79677 Schönau/Schwarzwald