Biosphärenreservate in Deutschland

Artenreiche Bergmischwälder im reizvollen Wechsel mit gemeinschaftlich genutzten All-mendweiden prägen die Landschaft im Südschwarzwald. 2017 wurde das im äußersten Südwesten Deutschlands gelegene Biosphärengebiet Schwarzwald von der UNESCO aus-gezeichnet. Sagenhafte Ausblicke bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen, faszi-nierende Natur mit Relikten der Eiszeit, alpine Tier- und Pflanzenarten, regionale Speziali-täten und lebendiges Brauchtum – hier lässt sich der Schwarzwald von seinen schönsten Seiten erleben.

Gründungsjahr: 2016
Geographische Lage: Ganz im Südwesten von Baden-Württemberg im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz. Beteiligt sind die Landkreise Lörrach, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Stadt Freiburg.
Größe: 632 km²
Landschaften: Bergbäche, Blockhalden, Felsen, Fließgewässer, Hochlagen, Lawinenbahnen, Moore, Seen, Stillgewässer, Täler, Teiche, Wälder, Weidfelder

Das Gebiet

Die größte Sehenswürdigkeit ist die eiszeitlich geprägte Landschaft mit ihrem Wechsel von offenen Flächen und Wäldern. Viele Dörfer und Streusiedlungen sind harmonisch in die Landschaft eingebunden. Kennzeichnend für den Südschwarzwald sind großflächige Rinderweiden, die zum Teil bis heute gemeinschaftlich genutzt werden (Allmendweiden). Sehenswert sind auch die zahlreichen Zeugen der Siedlungs-, Nutzungs- und Industriegeschichte wie z.B. das Kloster St. Blasien, verschiedene Schaubergwerke und ein Textilmuseum.

Naturschutz

Das Biosphärengebiet Schwarzwald umfasst für die Biodiversität besonders bedeutsame geologische, natürliche und kulturell geprägte Lebensräume. Charakteristisch sind insbesondere:

  1. großflächige, teilweise als Allmendweiden gemeinschaftlich genutzte Weidfelder in je nach Standort und Höhenlage unterschiedlicher Ausprägung,
  2. die eiszeitlich geprägten Lebensgemeinschaften der Hochlagen mit zahlreichen Eiszeitreliktarten, unter anderem mit Karen (beispielsweise Feldsee), heute noch aktiven Lawinenbahnen, Quell- und Rieselfluren,
  3. naturnahe Buchen- und Buchen-Tannenwälder unterschiedlicher standörtlicher, nutzungsbedingter und struktureller Ausprägung (Femelwälder, Plenterwälder, Hochwälder) in submontaner bis hochmontaner Lage,
  4. Schluchtwälder in feuchten Lagen, Block- und Hangschuttwälder im Umfeld von Felsen, hochmontane Bergmischwälder mit natürlichen Fichtenvorkommen,
  5. offene Block- und Schutthalden sowie Felsen,
  6. Moore unterschiedlicher Ausprägung,
  7. natürliche und naturnahe Fließgewässer einschließlich ihrer Begleitvegetation sowie Quell- und Hochstaudenfluren,
  8. magere Flachland- und Bergmähwiesen,
  9. durch frühere oder aktuelle Nutzungen bedingte Sonderstrukturen wie beispielsweise Stollen und Abraumhalden aus dem Bergbau, Steinriegel, Trockenmauern, Weidbuchen, Kohlplätze.

 

Besucherinformationen

Tourismusinformation

Schwarzwald Tourismus GmbH
Heinrich-von-Stephan-Straße 8b
79100 Freiburg

Besucher- und Informationszentren

Geschäftsstelle
Brand 24
79677 Schönau/Schwarzwald

Ein Informationszentrum soll in Todtnau errichtet werden.

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Anreise mit dem Zug nach Zell (Textilmuseum, zuvor nach den Öffnungszeiten erkundigen), Wanderung oder Busfahrt nach Häg-Ehrsberg (Hinterhag), von Ehrsberg aus auf der „Panoramastraße“ oder Wanderweg Richtung Fröhnd (Blick auf den Belchen) und weiter nach Herrenschwand; von dort aus mit dem Bus in den Gletscherkessel Präg vorbei an der Seehalde und dann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt.

Eine Woche vor Ort

Montag: Anreise nach Hinterzarten mit Adler-Skistadion und Schwarzwälder Skimuseum, Wanderung über den Hochmoor Rundweg oder zum Ospelehof mit eigener Naturkosmetik

Dienstag: Fahrt über Freiburg mit Bahn, Bus und Gondel auf den Schauinsland (1.284 m). Aussichtsturm, Besuch im Heimatmuseum in Hofsgrund oder im Besucherbergwerk Schauinsland.

Mittwoch: Radtour um den Schluchsee (18km), im Sommer mit Badestopp. Einkehr im Unterkrummenhof auf der Südseite des Sees. Anschließend Schiffsfahrt auf dem See mit der MS Schluchsee, Startpunkt am Strandbad.

Donnerstag: Fahrt nach St. Blasien und Besuch im Dom, eine der größten Kuppelkirchen Europas. Menzenschwand: Entspannen in der Radon Vital Therme oder Besuch im Museum „Le Petit Salon“ zu „Europas Fürstenmaler“ F.X und H. Winterhalter aus Menzenschwand.

Freitag: Besuch in Bernau, Wintersporthochburg im Biosphärengebiet. Besichtigung des Hans-Thoma-Kunstmuseums oder des Heimatmuseums Resenhof zur Tradition der Holzverarbeitung im „Schneflerdorf“, Wandertour auf dem Hochtalsteig.

Samstag: Entlang der 14 km langen Etappe am Hebel-Wanderweg von Zell im Wiesental nach Steinen den alemannischen Versen von Johann Peter Hebel durchs Biosphärengebiet folgen.

Sonntag: Ausflug zum Belchen, Bergseilbahn zum Höhengasthaus. Der „magische“ Gipfel bietet Fernsichten auf die Schweizer Alpen, den französischen Jura und die Vogesen

 

Barrierefrei besuchen

Kulturelles und Museen:

  • Dom in St. Blasien.
  • Modellbahnzentrum Schluchsee
  • Schwarzwälder Skimuseum in Hinterzarten
  • Spielzeugmuseum „Zum kleinen Hannes“ in Hinterzarten
  • Schwarzwald-Rosen-Sortimentsgarten im Rosendorf Nöggenschwiel
  • Münsterplatz Freiburg mit Münstermarkt
  • Augustinermuseum Freiburg

Naturerlebnis:

  • Schauinslandbahn, Freiburg
  • Todtnauer Wasserfälle
  • Bootsfahrt auf dem Schluchsee

Sportlich:

  • „Barrierefreies Segeln“ auf dem Schluchsee
  • Barrierefreie Runde von Häusern über die Wittemle-Hütte im Hochschwarzwald
  • Belchen Seilbahn zum Höhengasthaus
  • Bergseilbahn auf den Schauinsland, barrierefreier Rundweg
  • Hochmoor-Rundweg bei Hinterzarten
  • Seerundweg Schluchsee (18 km)
  • Barrierefreie Rad- und Wanderwege im Dreisamtal (Oberried)
  • Steinwasenpark in Oberried, teilweise barrierefrei
  • Eugen-Keidel-Bad Freiburg
  • Radon Vital Bad St. Blasien-Menzenschwand

Anreise

Mit der Bahn:
von Freiburg per Höllentalbahn bis Kirchzarten oder bis Schluchsee-, von dort aus mit dem Bus  ins Biosphärengebiet. Von Basel (Badischer Bahnhof) mit der Wiesentalbahn nach Zell im Wiesental

Mit dem Auto:
A 5 bis Freiburg, B 31 bis Kirchzarten, L 126 über Notschreipass nach ins Wiesental
A 81 bis Geisingen, B 31 bis Titisee-Neustadt, B 5o0 über den Feldberg nach Todtnau

Kontakt

Biosphärengebiet Schwarzwald
Brand 24
79677 Schönau/Schwarzwald