In majestätischen Schleifen zieht die Elbe durch eine verwunschene Auenlandschaft, an ihren Ufern Feuchtwiesen, Grünland, Moore. Rotbauchunken rufen, Seeadler und Kraniche ziehen am Himmel ihre Kreise. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist Biberland und ein Paradies für gefiederte Gäste. Im europäischen Storchendorf Rühstädt brüten jedes Jahr rekordverdächtige 30 Weißstorchpaare.

Gründungsjahr: 1997
Geographische Lage: Äußerster Nordwesten des Landes Brandenburg
Größe: 533 km²
Landschaften: Altwasser, Auwaldreste und Talsandflächen, Binnendunen, Elbtal mit Feuchtwiesen, Grünland, Moore

Das Gebiet

In der norddeutschen Tiefebene wird die Elbe zum breiten Strom, der weitläufig seine Mäander zieht und Ufer und Elbvorland im Rhythmus seines Hochwassers prägt – Jahr für Jahr. Um mehr als sieben Meter kann der Wasserstand des Flusses schwanken. Der Strom formt leuchtende Sandbänke, Flutrinnen und Altarme. Die knorrigen Reste alter Auwälder sind ebenfalls sein Werk. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen an der Elbe und ihren Nebenflüssen Karthane, Stepenitz und Löcknitz werden von oft seltenen Pflanzen und Tieren genutzt. Sie haben sich an extreme Nasse oder Trockenheit angepasst – manchmal auch an beides. Schon, dass mit der Elbdeichruckverlegung bei Lenzen ca. 420 Hektar neuer Überflutungsraum geschaffen wurden! In der Brutzeit sind mancherorts – wie z. B. im Rambower Moor – Kraniche zu sehen und zu hören. Den Weißtorch zu sehen braucht man nur wenig Glück: Nirgendwo sonst in Deutschland ist er in so hoher Dichte anzutreffen! Im Europäischen Storchendorf Rühstadt z. B. brüten jedes Jahr mehr als 30 Paare. Zu den gefiederten Wintergästen zählen mehrere tausend Singschwane sowie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Raufußbussarden, Schwimmenten und Kornweihen. Riesige Schwärme von Saat- und Blessgänsen, Kiebitzen und Kranichen halten sich zu den Zugzeiten im Gebiet auf. Ganzjährig und natürlich auch mit etwas Glück ist der Seeadler zu sehen. Ein fast geschlossener Waldgürtel begleitet den großen Strom, bietet weitere Lebensraume für Tiere und Pflanzen. Den Naturreichtum, die backstein-und fachwerkgeprägten Dörfer und Städte, die Schönheit der Landschaft und die vielfaltigen Angebote für Leib und Seele wissen immer mehr Gäste und Bewohner zu schätzen.

Naturschutz

Die Flusslandschaft Elbe ist ein international bedeutsames Rast-, Überwinterungs- und Durchzugsgebiet für Vögel. Darüber hinaus haben viele, inzwischen deutschlandweit selten gewordene Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch, Fisch- und Seeadler hier ihre angestammten Brutreviere. Deshalb wurde das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg in seiner Gesamtheit zum Europäischen Vogelschutzgebiet (Special Protected Area) „Unteres Elbetal“ erklärt.

Besucherinformationen

Tourismusinformation

Tourismusverband Prignitz e. V.
Großer Markt 4
19348 Perleberg
Tel.: 03876 30741920 , Fax 30741929
info@dieprignitz.de

Besucher- und Informationszentren

Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3
19309 Lenzen
http://www.burg-lenzen.de

April bis Oktober:
täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
November bis März:
Mi. bis So. 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Mo. und Di. auf Anfrage

Besucherzentrum Rühstädt – NABU Weißstorchausstellung
Neuhausstr. 9
19322 Rühstädt
http://www.besucherzentrum-ruehstaedt.de

Die Ausstellung „Weltenbummler Adebar“ ist vom 1.4.2016 bis 30.10.2016 geöffnet.
Öffnungszeiten: Mo-So 10-18 Uhr, Führungen auf Anfrage, ab 10 Person und jeden

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort


Weißstörche und die Wunderblutkirch
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Start einer Radtour in Wittenberge, vorbei an sehenswerter Industriearchitektur. Die Elbe aufwärts auf dem Deich, unterwegs Zwischenstopps an den „Haltepunkten Natur“ und weiter zum Europäischen Storchendorf Rühstadt. Weißtorchausstellung im Besucherzentrum, Geschichtsroute im Dorf und / oder Spaziergang im Schlosspark, Mittagessen in einem der Gasthofe. Weiter nach Gnevsdorf, Rast dort, wo die Havel in die Elbe mündet. Uber Groß Lüben nach Bad Wilsnack („Erlebnistour“). Eis essen, Wunderblutkirche bestaunen. Erholung in der Wilsnacker Therme, zurück nach Wittenberge, alternativ auch mit der Regionalbahn.

Eine Woche vor Ort

Montagnachmittag:
Anreise in der Lenzerwische. Eine Pension direkt am Deich. Spaziergang am Fluss.

Dienstag:
Radtour durch die Wische, Besichtigung des Gutsspeichers in Eldenburg. Abends zu den Kranichen und Gänsen.

Mittwoch:
Lenzen: Besichtigung Naturschutzgroßprojekt Deichrückverlegung, Burg Lenzen, Naturlehrgarten, Filzschauwerkstatt, ehemaliger DDR-Konsum.

Donnerstag:
Stadtführung in Wittenberge, Bootstour auf der Elbe, Besuch des Europäischen Storchendorfes Rühstadt. Abends Wellness in der Wilsnacker Therme.

Freitag:
Rundtour zu Fuß oder per Rad um das Rambower Moor.

Samstag:
Erkundung der Binnendüne Klein Schmölen, Besuch der Festung Dömitz, abends Kultur in der Prignitz.

Sonntag:
Mit der Elbfähre ins Grenzlandmuseum Schnackenburg, Spaziergang im Gadower Forst, Elblamm essen in einem Lokal.

Barrierefrei besuchen

Aktuelle Informationen zur Barrierefreiheit im Besucherzentrum Burg Lenzen und für das Besucherzentrum Rühstädt finden Sie unter: http://www.barrierefrei-brandenburg.de/

Anreise

Mit der Bahn:
Bahnhöfe Glöwen, Bad Wilsnack, Wittenberge, Karstadt, Perleberg.
Weiter mit dem Fahrrad oder ÖPNV

Kontakt

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
Neuhausstraße 9
19322 Rühstädt

Erlebnisangebote

NABU-Forschertour

Der Lebensraum, das Beutespektrum des Storches sowie die Tiere und Pflanzen am Wegesrand werden unter die Lupe genommen.