Biosphärenreservate in Deutschland

Das Biospährenreservat Flusslandschaft Elbe Schleswig-Holstein besteht im Wesentlichen aus den beiden Naturschutzgebieten „Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg“ und „Lauenburger Elbvorland“. Zusammen bilden sie eine Fläche von 553 Hektar, die zu 65% bewaldet ist. Zusammen bilden sie gleichzeitig den größten Teil des FFH-Gebiets “Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg mit angrenzenden Flächen“.

Gründungsjahr: 1997
Geographische Lage: Im Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein, südlich der Stadt Lauenburg
Größe: 6 km²
Landschaften: Auenwälder, Elb-Auenlandschaften, Hangquellen, Hangwälder, Steilhänge, strukturreiche und regelmäßig überschwemmten Lebensraumkomplexe

Das Gebiet

Im Biospährenreservat befindet sich eine mittelalterliche Wallanlage, die an der Alten Salzstraße südlich von Schnakenbek steht. Sie sicherte damals den Elbübergang dieser wichtigen Handelsstraße zwischen Lübeck und Lüneburg. Heute ist der Ringwall mit der nach Süden offenen Seite sowie die Gräben im Norden und Osten noch erhalten und lassen das Ausmaß der Burg erahnen.

Die 116 km lange Alte Salzstraße ist als 3-Sterne-Radfernweg der Klasse 3 ausgebaut und führt durch das NSG „Lauenburger Elbvorland“.

Der Elberadweg führt ebenfalls durch das Biospährenreservat, auf dem Abschnitt D kommt man durch beide Teilgebiete und passiert Lauenburg. Die 800 Jahre alte Schifferstadt bietet eine malerische Altstadt am Elbufer mit zahlreichen nostalgischen Fachwerkhäusern. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Elbschifffahrtsmuseum, die imposante Maria-Magdalenen-Kirche, der über 100 Jahre alte Raddampfer „Kaiser Wilhelm“,  die ehemalige Schlossanlage der Askanierherzöge und die Palmschleuse, eine der ältesten Kammerschleusen Mitteleuropas.

Naturschutz

Das Elbvorland wird von wechselnassen Flussufern, Staudenfluren, Röhrichten und Weidengebüschen gesäumt. Naturnahe Weichholzauen aus Purpurweide und einheimischen Schwarzpappeln besiedeln hohe Sandbänke und Uferwälle. Der nach Süden abfallende, quellreiche Steilhang des Elbe-Urstromtales ist überwiegend bewaldet. Im Rahmen des Natura-2000-Managementes wurden die Auen-, Schlucht- und Hangmischwälder als sogenannte prioritäre Lebensraumtypen identifiziert.  Diese naturnahen Lebensräume sollen in ihrer standorttypischen Variationsbreite erhalten werden. Die trockenwarmen, kontinentalen Witterungseinflüsse in Verbindung mit dem feuchtwarmen Kleinklima des Elbufers bieten Voraussetzungen für das Vorkommen zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Viele Arten haben hier ihre nördlichste oder westlichste Verbreitungsgrenze und kommen in Norddeutschland ausschließlich im Elbe-Urstromtal vor. Dazu gehören Feld-Mannstreu, Kassuben-Wicke, Kartäuser-Nelke, Herzgespann, Schwarznessel und Hain-Wachtelweizen. Europaweit von Bedeutung sind die Vorkommen von Fluss- und Meerneunauge, des Rapfens, der Zauneidechse, des Moorfrosches, des Bibers und verschiedener Fledermausarten.

Besucherinformationen

Besucher- und Informationszentren

Tourist-Information Lauenburg/Elbe
Elbstr. 59
21481 Lauenburg
Tel.: 04153/5909220
www.lauenburg-tourismus.de

Anreise

Mit der Bahn:
Per Bahn fährt man bis zum Bahnhof Lauenburg (Elbe) und kann von dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad das Biospährenreservat erkunden.

Mit dem Auto:
Mit dem Auto fährt man aus Norden oder Süden über die B209 nach Lauenburg und von Osten oder Westen über die B5. Für den westlichen Teil des Biospährenreservates gibt es mehrere Parkmöglichkeiten entlang der B5.

 

Kontakt

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Schleswig-Holstein
Hamburger Chaussee 25
24220 Flintbek