Inmitten weitläufiger Wälder liegen unzählige Seen und geheimnisvolle Moore. Hier entsteht unberührte Natur, etwas ganz Besonderes: ein neuer Urwald. Der Müritz-Nationalpark bewahrt die biologische Vielfalt und lädt zum Naturerlebnis ein: Moorfrösche berufen im Frühjahr das Ende des Winters, der Sommer lockt zu Wanderungen auf schmalen Pfaden, zu einer Radtour oder ins Kanu, um die Vielfalt des Nationalpark zu erkunden. Im Herbst ertönt schon von Weitem das Trompeten tausender Kraniche, die an flachen Gewässern rasten.

Gründungsjahr: 1990
Geographische Lage: Mecklenburgische Seenplatte, zwischen Berlin und Rostock
Größe: 322 km²
Landschaften: Moore, Röhrichte, Seen, Wälder, Wiesen

Das Gebiet

Im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt der Müritz-Nationalpark. Auf einer Fläche von 322 km² bietet er Lebensraum für eine Vielzahl von bedrohten Pflanzen und Tieren.

Wer den Müritz-Nationalpark besucht, sollte unbedingt in Serrahn Halt machen. Bei Besuchern sind die alten Buchenwälder nahe der Kleinstadt Neustrelitz sehr beliebt. 2011 wurden sie in die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Im Herzen des Weltnaturerbes, direkt in Serrahn, bietet die Ausstellung „Im Reich der Buchen“ interessante Einblicke in die Welt alter Buchenwälder. Übrigens ist diese Ausstellung auch barrierefrei erreichbar.

Unbedingt sehenswert ist der westliche Teil des Nationalparks zwischen Federow und Boek. Zahlreiche Aussichtstürmen und Beobachtungsständen ermöglichen einen eindrucksvollen Überblick über die reizvolle Landschaft.

Naturschutz

Zum Jahresende 2017 wird im Müritz-Nationalpark die Waldbehandlung abgeschlossen. Erklärtes Ziel war es, gepflanzte Nadelholz-Bestände aufzulichten und damit den natürlich vorkommenden Laubbäumen einen zeitlichen Wachstumsvorsprung zu verschaffen.

Zukünftig können sich die so entstandenen Mischwälder natürlich und ohne Eingriff des Menschen entwickeln – der Wald wird wild.

Besucherinformationen

Tourismusinformation

Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte
Tel.: 039931 538-0
Fax: 039931 538-29
www.mecklenburgische-seenplatte.de

Besucher- und Informationszentren

Müritzeum
Zur Steinmole 1
17192 Waren (Müritz)
Tel.: (03991) 633 68-19
www.mueritzeum.de

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Im Verlauf dieser etwa 40 Kilometer langen Radtour erleben Sie am Ostufer der Müritz die Highlights des Nationalparks. Starten Sie in Waren mit dem eigenen oder einem Mietfahrrad. Erstes Ziel ist der südlich der Stadt gelegene Landschaftspflegehof Müritzhof mit grandiosem Blick über den größten See Deutschlands. Fahren Sie ein Stück Richtung Waren zurück. Auf dem asphaltierten Radweg biegen Sie östlich nach Federow ab. Im Dorf sollten Sie die Nationalpark-Information mit Fischadlerbeobachtung besuchen. In der vier Kilometer weiter gelegenen Ortschaft Schwarzenhof müssen Sie sich entscheiden: Bei guter Sicht lohnt die Weiterfahrt Richtung Speck mit Rundblick über den Nationalpark vom Käflingsbergturm aus. Kürzere, aber eine nicht weniger reizvolle Variante ist die Fahrt durch die Niederung östlich der Müritz über den Specker Horst.

Sie können für die Rückfahrt ab Boek den Nationalpark-Ticketbus mit kostenlosem Fahrradtransport ab 14.50, 15.50 oder 17.50 Uhr nutzen (Ankunft Waren 15.47, 16.47 oder 18.47 Uhr).

Eine Woche vor Ort

Montag:
Landschaftserkundung mit dem Nationalparkticket von Waren (Müritz) per Bus, Führung und Schiff.

Dienstag:
Mit dem Nationalpark-Ticketbus bis Federow, Blick über die Live-Kamera ins Fischadlernest. Von April bis September täglich „Adler-Safari“, eine Führung zu den Nahrungsplätzen der See- und Fischadler. Schlechtwettervariante: Besuch des NaturErlebnisZentrums „Müritzeum“ in Waren (Müritz).

Mittwoch:
Radfahren durch die Wälder, Wiesen und Seenlandschaft südlich von Waren (Müritz). Mittagspause im Müritzhof.

Donnerstag:
Besuch des Schliemann-Museums in Ankershagen. Es ist dem Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann gewidmet. Anschließend Wanderung zu den Havelquellseen.

Freitag:
In Dalmsdorf oder Granzin ein Kanu leihen für eine Haveltour

Samstag:
Natur-Erlebnis-Pfad durch alte Buchenwälder und Moore zwischen Zinow und Serrahn mit Besuch der Ausstellung „Im Reich der Buchen“

Sonntag:
Wanderung von Goldenbaum durch die eiszeitlich geprägte Landschaft mit Spuren von Bibern. Picknick auf halber Strecke in Steinmühle am Grünower See.

Barrierefrei besuchen

Die Ausstellungen in Serrahn und Boek sind barrierefrei erreichbar.

Sehbehinderten Besucher stehen dort (in Serrahn nach vorheriger Anmeldung) Audioguides zur Verfügung. In Federow, Neustrelitz und Schwarzenhof sind die Nationalpark-Informationen ebenfalls barrierefrei zugänglich.

Im Müritz-Nationalpark sind viele Beobachtungsstände, wie beispielsweise am Warnker See bei Waren, der Sichtschirm bei Federow oder an den Hasseln bei Steinmühle bequem für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen zu erreichen.

Der 3,5 Kilometer lange Naturerlebnispfad „SpurenWeg“ zwischen Kratzeburg und Dambeck ist für blinde und sehgeschädigte Menschen geeignet.

Weitere Auskünfte gibt es beim Nationalparkamt Müritz oder unter www.mueritz-nationalpark.de

Anreise

Am besten mit der Bahn:
Bahnhöfe Waren (Müritz), Kratzeburg und Neustrelitz auf der Strecke Berlin-Rostock, weiter mit den Linien des Nationalpark-Tickets oder dem regulären Linienverkehr.

Kontakt

Müritz Nationalpark
Schloßplatz 3
17237 Hohenzieritz

Erlebnisangebote

Wald-Erlebnis-Pfad Serrahn

Siebzehn spannende Stationen führen Sie vom einstigen Wirtschaftswald zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“.

Von der Havelquelle bis nach Troja

Eine Wanderung durch die eiszeitliche Endmoränenlandschaft vorbei an einer alten Ruine, einem Wehrschloss, einer Feldsteinkirche und Hügelgräbern bis ins „alte“ Troja

Eisvogeltour

Geführte Kanutour entlang des Ostufers der Müritz bis in den Caarpsee.