Müritz Nationalpark

Land der tausend Seen

Überblick über den Nationalpark vom Turm auf dem Käflingsberg.

Die Mecklenburgische Seenplatte gibt es nur einmal auf der Welt und der Müritz-Nationalpark ist davon der natürlichste Teil. Wälder, Seen und Moore bilden hier ein natürliches Szenario, das unsere Sinne anregt und von sehr vielen Menschen deshalb aufgesucht wird.

Hätte der Mensch die Wälder nicht gerodet und zu Äckern oder Weiden umgewandelt wäre heute dieses Land mit Buchenwald bewachsen. Nur an periodisch feuchten Orten würden Erlen-Sumpfwälder stehen. An dauerhaft nassen Orten wächst kein Wald mehr. Lässt man der Natur aber den ihr gegebenen Lauf, entstehen wieder Wälder, die sich über Jahrhunderte mehrfach in ihrer Zusammensetzung verändern und schließlich Buchenwäldern werden.

Einen Eindruck davon vermitteln im Nationalpark die Wälder um Serrahn. Schon heute erlebt man hier eine einzigartige Waldwildnis. Der Zauber dieses hügligen Waldlandes voller Seen und Moore entfaltet sich besonders im Mai beim Laubaustrieb und mit der Laubfärbung in den späten Herbstwochen bis in den November hinein.

Den langen Weg zum Urwald erleben – Natur-Erlebnis-Pfad zwischen Zinow und Serrahn östlich von Neustrelitz.

Die Seen sind das Besondere im Müritz-Nationalpark. Das glitzernde Spiel der Wellen und die stimmungsvolle Ruhe am Wasser üben eine unvergleichliche Anziehung auf uns aus. Jeder See hat seinen eigenen Charakter. Sie unterscheiden sich durch ihre Größe, Form und Lage. Die Müritz ist mit 117 km² der größte See Norddeutschlands und berühmt durch ihr glasklares Wasser. Ein 500 m breiter Streifen am Ostufer gehört zum Nationalpark.

Neben Wäldern und Seen bestimmen Moore das Bild der Landschaft im Nationalpark. In Mooren sind die Stoffkreisläufe außer Kraft: Hier werden Kohlenstoff und Nährstoffe gespeichert, für Jahrhunderte, Jahrtausende und Jahrmillionen. Berühmt ist der Müritz-Nationalpark durch die großen und imposanten Vögel. Nirgendwo in Deutschland brüten heute mehr See- und Fischadler sowie Kraniche als in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Müritz-Nationalpark. Im Herbst sammeln sich Tausende Kraniche am Ostufer der Müritz zur Rast.

Es gibt keine Zeit im Jahreslauf, in der im Müritz-Nationalpark nicht besondere Schauspiele der Natur erlebbar wären! Das Gold des Herbstes, die Lichtspiele in langen Schatten, die Stille des Winters oder der aufregende Aufbruch im Frühjahr zählen zu den schönsten Momenten, während der Sommer mit sattem Grün, warmer Luft und Ferien viele Menschen in dieses Land lockt.

Daten & Fakten

Gründungsjahr: 1990

Größe: 32.200 ha

Geographische Lage: Mecklenburgische Seenplatte, östlich der Müritz zwischen den Städten Waren (Müritz), Neustrelitz und Feldberg

Landschaften: über 100 Seen, Röhrichte, Moore, Kiefern- und Buchenwälder

Anfahrt

Per Bahn
Der Müritz-Nationalpark liegt zwischen Berlin und Rostock. Für eine umweltfreundliche Anreise zum Müritz-Nationalpark bestehen gute Verbindungen.
Von Berlin aus wird Neustrelitz stündlich durch Regionalexpress-Züge angefahren. Nach Waren (Müritz) besteht eine stündliche Verbindung mit o. g. Zug in Richtung Rostock und durch die Regionalbahn von Neustrelitz nach Hagenow-Land. Nähere Auskünfte finden Sie unter www.bahn.de.
Zusätzliche Angebote bestehen mit dem täglichen Zugpaar zwischen Rostock und Leipzig (Infos hierzu unter www.interconnex.com) und dem ICE von München nach Warnemünde. Beide Züge halten sowohl in Neustrelitz und Waren (Müritz).
Die o. g. Regionalbahn von Neustrelitz nach Hagenow-Land (hier gibt es einen Anschluss in Richtung Hamburg und Schwerin) wird mit Zugstopps in Kratzeburg, Klockow und Kargow im 2-Stundentakt durch die Ostdeutsche Eisenbahn betrieben.
Des weiteren verkehrt von Neustrelitz nach Mirow eine Regionalbahn, von der das Schutzgebiet beim Ausstieg an den Haltepunkten Groß Quassow und Wesenberg direkt erreichbar ist. Fahrpläne und mehr sind unter www.odeg.info abzurufen.
Fahrradtransport ist in Zügen aller genannten Strecken möglich (außer ICE).

Mit dem Bus
Wenn Ihre Unterkunft nicht in Bahnnähe liegt, ist vielleicht eine Weiterfahrt mit dem Bus möglich. Informationen hierzu erhalten Sie bei den Busbetrieben unter www.vms-bus.de und www.pvm-waren.de. Zum Angebot des Müritz-Nationalpark-Tickets besteht eine weitere Informationsmöglichkeit unter www.nationalpark-ticket.de.

Mit dem Auto
Mit dem Auto erreicht man von Westen kommend das Schutzgebiet von der A 19 von den Abfahrten Röbel/Müritz oder Waren (Müritz) über die Bundesstraßen B 198 bzw. B 192. Aus südlicher Richtung besteht mit der B 96 aus Berlin eine direkte Verbindung nach Neustrelitz. Von Osten kommend bietet sich die A 20 mit der Abfahrt Friedland an, von der eine Weiterfahrt in Richtung Neustrelitz über die B 198 möglich ist. Ab der Autobahn führt Sie ein System aus Vorwegweisern zu den jeweiligen Eingangsbereichen des Schutzgebietes mit den dortigen Naturerlebnis-Angeboten.

Tipp
Der Müritz-Nationalpark ist eines von 18 Fahrtziel Natur Gebieten. Nähere Informationen dazu unter www.fahrtziel-natur.de.