Nationalparks in Deutschland

Hoch, wild und schön – „König“ Watzmann thront über Berchtesgaden und blickt hinab auf sein Reich: den Nationalpark Berchtesgaden. Im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands finden zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen ein Zuhause. Natur Natur sein lassen – so lautet das Motto in den Bergen und Tälern rund um den weltbekannten Königssee.

Gründungsjahr: 1978
Geographische Lage: Im Südosten von Bayern an der österreichischen Grenze
Größe: 210 km²
Landschaften: Almweiden, alpine Matten und Zwergstrauchheiden, Bäche und Seen, Bergmisch- und Nadelwälder, Felsfluren, Latschengebüsche, Laubwälder, Moore

Das Gebiet

Auf 260 Kilometer gut ausgebauten Wanderwegen und alpinen Steigen kann sich der Besucher in die unzähmbare Natur begeben. Er hat die Wahl: vom 20-minütigen Spaziergang zum „Malerwinkel“ bis zur ausgedehnten Hochgebirgstour für den geübten Alpinisten. Neben dem von Touristen stark frequentierten Königssee bietet das über 200 Quadratkilometer große Gebiet zahllose, unvergessliche Eindrücke: wild-romantische Täler wie das Wimbachtal mit seinen gewaltigen Schuttströmen oder den einsam in einer Talsenke im Hochgebirge kauernden Funtensee, der im Winter mit extremen Minusgraden als Deutschlands Kältepol regelmäßig Schlagzeilen macht. Viele urige, um Sommer bewirtschaftete Almhütten bieten auf nahezu jeder Wanderroute die Gelegenheit zur Rast.

Im Sommer beginnt der Tag mit der Wanderung zu den Königsbachalmen – stets „dem Murmeltier auf der Spur“. Auf den sonnigen Almflächen können Besucher die putzigen Alpenbewohner mit dem Fernglas beobachten. Eine Brotzeit auf der Berghütte rundet das Programm ab. Auch an die Freunde von Almrausch, Edelweis und Co. hat das Nationalpark-Management gedacht: Unter der fachkundigen Leitung eines Rangers entdecken interessierte Pflanzenfans die botanischen Besonderheiten des einzigen alpinen Nationalparks in Deutschland. Im Winter bietet sich der Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee an. Nach einer Besichtigung der Alm-Ausstellung geht es zu Fuß oder mit dem Pferdeschlitten zur Rotwildfütterung. Mit etwas Glück kann man hier im Winter rund 50 Rothirsche und Hirschkühe mit ihren Kälbern beobachten.

Naturschutz

Kernzone 66,6 %
Temporäre Pflegezone 9,9 %
Permanente Pflegezone 23,5 %

Besucherinformationen

Tourismusinformation

Berchtesgadener Land Tourismus
Maximilianstraße 9
83471 Berchtesgaden
Tel.: 06852 65650 50
www.bglt.de

Besucher- und Informationszentren

Nationalpark-Zentrum „Haus der Berge“
Hanielstraße 7
83471 Berchtesgaden
Tel.: 08652 979060-0
hausderberge@npv-bgd.bayern.de
www.haus-der-berge.bayern.de

Aktiv vor Ort

Ein Tag vor Ort

Im Sommer beginnt der Tag mit der Wanderung zu den Königsbachalmen – stets „dem Murmeltier auf der Spur“. Auf den sonnigen Almflächen können Besucher die putzigen Alpenbewohner mit dem Fernglas beobachten. Eine Brotzeit auf der Berghütte rundet das Programm ab. Auch an die Freunde von Almrausch, Edelweiß und Co. hat das Nationalpark-Management gedacht: Unter der fachkundigen Leitung eines Rangers entdecken interessierte Pflanzenfans die botanischen Besonderheiten des einzigen alpinen Nationalparks in Deutschland. Im Winter bietet sich der Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee an. Nach einer Besichtigung der Alm-Ausstellung geht es zu Fuß oder mit dem Pferdeschlitten zur Rotwildfütterung. Mit etwas Glück kann man hier im Winter rund 50 Rothirsche und Hirschkühe mit ihren Kälbern beobachten.

Eine Woche vor Ort

Sonntag:
Auf Schusters Rappen führt der Weg durch die eindrucksvolle, tosende Wimbachklamm ins Wimbachtal mit seinem gewaltigen Schuttstrom, dem berühmten „Gries“.

Montag:
Fahrt mit der Jenner-Bergbahn. Vom Gipfel des Jenners öffnet sich ein herrlicher Blick auf den Königssee und in große Teile des Nationalparks.

Dienstag:
Mit dem Alm-Erlebnisbus geht es durch das Klausbachtal hinauf zum Hirschbichlpass. Der gemütliche Abstieg führt über die Bindalm, vorbei an der Nationalpark-Infostelle Engert, über die neue, spektakuläre Hängebrücke und endet mit einem Besuch der Nationalpark-Infostelle Hintersee mit seinem Naturerlebnisgelände.

Mittwoch:
Wanderpause. Heute steht die Besichtigung der Dokumentationsstelle zur Geschichte des Dritten Reiches am Obersalzberg auf dem Programm. Anschließend optional: Fahrt mit dem Bus zum Bergrestaurant Kehlsteinhaus – dem ehemaligen Machtsymbol des NS-Regimes.

Donnerstag:
Mit dem umweltfreundlichen, batteriebetriebenen Schiff und begleitet vom weltberühmten Echo geht es über den Königssee. Der Abstecher führt in die Nationalpark-Informationsstelle auf St. Bartholoma. Wanderung zur Eiskapelle am Fuße der Watzmann-Ostwand.

Freitag:
Besuch des neuen Nationalpark Zentrums „Haus der Berge“ in Berchtesgaden und Ausflug in die Festspielstadt Salzburg.

Samstag:
Aufenthalt verlängert und Start zu einer mehrtägigen Bergtour mit Hüttenübernachtungen durch das Steinerne Meer.

Barrierefrei besuchen

Der Nationalpark Berchtesgaden stellt für Menschen mit Behinderung einige Angebote wie z. B. barrierefreie Führungen bereit. Zudem sind einige der Wanderwege im Nationalpark auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Weitere Informationen sind im „Haus der Berge“ in Berchtesgaden erhältlich.

Anreise

Mit der Bahn:
Endstation Berchtesgaden an der Strecke München – Berchtesgaden. Von dort weiter mit Linienbussen der RVO

Mit dem Auto:
München – Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, Bundesstraße B 20 nach Berchtesgaden

Erlebnisangebote

10 vor Zehn

Was hat der Nationalpark Berchtesgaden mit dem Wilden Westen gemeinsam? Welcher Schatz ruht in der »Bergvitrine«? Was ist die »Vertikale Wildnis«?

Im Tal der Adler

Auf einer Wanderung ins Klausbachtal lernen Sie das beeindruckende Revier des Steinadlers kennen und erfahren mehr über dessen Brutverhalten, Beute­tiere sowie über seine raffinierten Jagdstrategien.

Kontakt

Nationalpark Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden