Naturpark Dahme-Heideseen

Streusandbüchse, Wälder und hundert Seen

Zu den beliebtesten Aktivitäten der Besucher des Naturparks zählt das Wasserwandern. Kanuten und Paddler entdecken die zahlreichen Gewässer für sich und nutzen die verschiedenen Tourenangebote.

Der südöstlich von Berlin gelegene Naturpark Dahme-Heideseen zeigt einen typischen Ausschnitt der Jungmoränenlandschaft innerhalb des Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebiets. Der eiszeitlichen Prägung der Region ist es zu verdanken, dass das Antlitz von Landschaft und Natur mit zahlreichen Seen, größeren und kleineren Fließgewässern, Quellen, Mooren und Talsandebenen sowie End- und Grundmoränen, Dünen und weiträumig unzersiedelten Waldgebieten so spannend und vielfältig ist.

Im Naturpark finden sich ausgedehnte Waldgebiete, häufig bestimmt hier die Kiefer das Erscheinungsbild. Die Gewässer mit ihren Ufer- und Verlandungszonen sowie zahlreiche, zumeist kleinere Kessel- und Verlandungsmoore sind als Lebensräume im Naturpark von besonderer Bedeutung. Das Zentrum des verzweigten Gewässernetzes bildet die Dahme. Im Gebiet des Naturparks befinden sich mehr als 100 Seen mit einer Wasserfläche über 1 Hektar. Das Gewässernetz ist Bestandteil eines großräumigen, gebietsweise überregionalen Biotopverbundes zwischen dem Spreewald im Süden und dem Gewässersystem des Berlin-Fürstenwalder Urstromtals im Norden, der nicht nur von großer Bedeutung für den vom Aussterben bedrohten Fischotter ist, sondern auch für gefährdete Großvogelarten wie Seeadler, Fischadler und Kranich. Zur klassischen Kulturlandschaft gehören neben Ackerschlägen zahlreiche Feuchtgrünländer mit bunten Wiesen und Weiden sowie trockene Heidegebiete.

Walker – der mit dem Maikäfer verwandte Blatthornkäfer ist das Logotier des Naturparks. Walker leben in lichten Kiefernwäldern auf Dünen und Talsandstandorten. Solche Wälder gehören als Gespenster- oder Märchenwälder zu den Besonderheiten des Naturparks. Ein Walker für Kinder ist Willie Walker. Er begleitet junge Besucher im Infopunkt in Prieros. © Archiv Naturpark/Klaeber)

Daten & Fakten

Gründungsjahr: 1998

Größe: 59.375 Hektar

Geographische Lage: Südöstlich von Berlin, das Biosphärenreservat Spreewald reicht im Norden bis an den Naturpark. Mit Storkow, Teupitz und Märkisch Buchholz befinden sich drei Städte im Naturpark.

Landschaften: Nadelwald, Mischwald, Fließgewässer, Seen, Moore, Feuchtwiesen und Feuchtweiden, Heiden und Trockenbiotope, Binnendünen

Anfahrt

Der fast 600 km² große Naturpark Dahme-Heideseen befindet sich südöstlich von Berlin. Die Verwaltung des Großschutzgebietes finden sie in Prieros, einem Ortsteil der Gemeinde Heidesee. Der Verwaltungssitz befindet sich im alten, denkmalgeschützten Schulgebäude, gleich hinter dem kleinen Park. Im Nachbarhaus finden sie die Naturwacht und den NABU Regionalverband Dahmeland.
Prieros erreichen Sie über die Bundesstraße 246 (Autobahnabfahrt A 13: Bestensee oder Groß Köris; Autobahnabfahrt A 12: Friedersdorf oder Storkow)

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