Naturparks in Deutschland

Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft über ein Gebiet von etwa 484 km². Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind neben Grundmoränen und Endmoränenzügen auch Urstromtal und Sanderflächen heute noch landschaftsprägend.

Gründungsjahr: 1996
Geographische Lage: im Süden Brandenburgs
Größe: 484 km²
Landschaften: Bergbaufolgelandschaften, Fließgewässer, Heiden, Nadelwälder

Das Gebiet

Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft über ein Gebiet von etwa 484 km². Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind neben Grundmoränen und Endmoränenzügen auch Urstromtal und Sanderflächen heute noch landschaftsprägend. Die von der Eiszeit hinterlassenen natürlichen Seen sind inzwischen längst verlandet.

Im Süden des Naturparks durchfließt die Schwarze Elster das Niederlausitzer Urstromtal. Auf sandigen Hochflächen erstrecken sich im Norden große zusammenhängende Waldgebiete. Unter den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich mächtige Braunkohlenschichten, die teilweise bis an die Oberfläche reichen. Durch das „Schürfen nach dem Schwarzen Gold“ wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen geschaffen. An vielen Orten entstanden wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In den Bereichen, wo Tagebaurestgewässer saniert wurden, findet der Besucher heute reizvolle Naherholungsgebiete. „Kernstück“ des Naturparks ist das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa. Hier befinden sich u. a. große zusammenhängende Traubeneichenwälder. Besenheide und Silbergrasfluren, entstanden durch die ehemals militärische Nutzung, bestimmen das Bild der beiden großen Offenflächen.

Östlich schließt sich ein Niedermoorgebiet an. Hier wurde in vergangenen Zeiten kleinflächig Ton für das heimische Töpfergewerbe abgebaut. Heute ist es der Abbau von Torf für den Kurbetrieb der Rheumaklinik in Bad Liebenwerda, der durch die Rohstoffentnahme und die Entstehung weiterer offener Wasserflächen das Gebiet beeinflusst.

Naturparkhaus Bad Liebenwerda
Die ehemalige königlich preußische Oberförsterei hat ein neues Gewand bekommen. Nach zweijähriger Rekonstruktion des Gebäudes findet man jetzt hier die Naturparkverwaltung, die Naturwacht, den Tourismusverband und die Revierpolizei unter einem Dach. Erstmalig integriert ist ein Besucherinformationszentrum mit einer Ausstellung. Hören, Fühlen, Schauen; von Apfel-Memory über Plauderbänke, Bodenschatztruhe, Heideprisma u.v.a. m.; die Vielfalt des Naturparks ist hier auf etwa 80 Quadratmetern zu erleben.

Pomologischer Schau- und Lehrgarten Döllingen
„Wintergoldparmäne“, „Gellerts Butterbirne“ oder „Werdersche Glaskirsche“ haben hier neben etwa 150 weiteren alten und neuen Obstsorten ihr Refugium. Seit dem Jahr 2000 ist der Pomologische Schau- und Lehrgarten das Zentrum der einstigen und heutigen Streuobstregion um Döllingen und Hohenleipisch. Die vielen hochstämmigen Apfel-, Birn – und Kirschbäume, die Pflaumen, Aprikosen, Haselnüsse, Walnüsse und Pfirsiche mit ihren unterschiedlichen Blühzeiten tauchen die Region jährlich während der Frühlingszeit in ein duftendes Blütenmeer. Diese Anlage ist in Brandenburg einmalig.

Besucher können die Entwicklung der Obstbäume von ihrer Wildform bis zu den neuesten Züchtungen verfolgen, Rat einholen und sich über Sorteneigenschaften informieren.

Übrigens: Die griechische Göttin Pomona soll sich vor etwa 3.000 Jahren um das Veredeln von Obstbäumen verdient gemacht haben. Die Lehre von der Obstkunde heißt deshalb „Pomologie“.

Erlebnisangebote

Kontakt

Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Markt 20
04924 Bad Liebenwerda