Naturparks in Deutschland

Charakteristisch für den Naturpark sind weite Kiefernwälder, Seen, Moore, Dünen, Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heiden sowie ruhige Dörfer.

Gründungsjahr: 1994
Geographische Lage: Landkreis Müritz und Parchim und Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, Teil der Mecklenburgischen Seenplatte
Größe: 365 km²
Landschaften: Dünen, Grünland, Heiden, Mischwälder, Moore, Nadelwälder, Seen, Trockenbiotope

Das Gebiet

Charakteristisch für den Naturpark sind weite Kiefernwälder, Seen, Moore, Dünen, Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heiden sowie ruhige Dörfer. 60 % der Naturparkfläche besteht aus Wald, der gemäß einer naturnahen Forstwirtschaft genutzt wird. Die übrige Landfläche wird landwirtschaftlich bewirtschaftet. Vier Fischereibetriebe befischen 96 % der Seen. Einheimischen Fisch kann man in vielen Gaststätten essen, vor Ort kaufen oder aber auch selbst angeln.

Die Renaturierung von Mooren und Flüssen und die Besucherlenkung sind wesentliche Naturschutzziele. Der gesamte Naturpark wurde wegen seiner Vielfalt an bestandsbedrohten Vogelarten zum Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt. Bisher wurden in dem Gebiet 143 Brutvogelarten nachgewiesen. 90 andere Vogelarten treten als Durchzügler und Nahrungsgäste auf. Herausragend sind die Vorkommen von 15-16 Brutpaaren des Seeadlers (Symbolvogel des Naturparks), 11 Paaren des Fischadlers und 12-15 Brutpaaren der Großen Rohrdommel. Von den Säugern ist besonders der Fischotter zu nennen, der das gesamte Gebiet besiedelt. Weiterhin wachsen viele seltene Pflanzen an nährstoffarmen trockenen oder nassen Standorten.

Das Gebiet des Naturparks insgesamt ist über 250 km Rad- und Wanderwege, 100 km Rundwanderwege und ca. 160 km Reitwege erschlossen. Vier Lehr- und Erlebnispfade führen durch die Naturschutzgebiete und bieten viele interessante Informationen und Spaß mit und in der Natur. Über die Geschichte der Landschaft und ihrer Menschen kann man sich im Heimatmuseum Goldberg, im Agrarhistorischen Museum Alt Schwerin, im Wolhynischen Umsiedlermuseum – dem einzigen Umsiedlermuseum Deutschlands – oder auch auf dem Teerschwelergehöft Sparow genauer informieren. Auch die ständige Ausstellung im Kultur- und Informationszentrum Karower Meiler des Naturparkes ist einen Besuch wert.

Das Kultur- und Informationszentrum Karower Meiler ist das bisher größte Projekt des Fördervereins des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und erster Anlaufpunkt für die Besucher des Naturparks.

Kontakt

Naturpark Nossentiner / Schwinzer Heide
Ziegenhorn 1
19395 Karow