Kreidefelsen am Meer

Der Hochuferweg zwischen Sassnitz und Lohme unter schattigem Buchenwald bietet immer wieder überraschende Ausblicke auf die Kreideküste. Hier blickt man vom Kollicker Ufer herab am Kieler und Fahrnitzer Ufer entlang nach Süden.
Der Nationalpark hat eine Größe von 3.003 ha. Davon sind 2.123 ha von Wald und 673 ha von der Ostsee eingenommen. Die verbleibenden Flächen verteilen sich auf Moore, Strand, Wiesen, Weiden sowie kleinflächige Siedlungsbereiche.

Blick auf die große Stubbenkammer mit dem Wahrzeichen der Insel Rügen, dem Königsstuhl, der mit 118 m Höhe der markanteste und höchste Pfeiler der Jasmunder Kreideküste ist. Seit 200 Jahren ist er eines der beliebtesten Ausflugsziele, sowohl zu Land als auch zu Wasser, und täglich gibt es mehrere Angebote, um von Sassnitz und anderen Häfen aus an der Kreideküste entlang zum Königsstuhl zu fahren.
Daten & Fakten
Gründungsjahr
1990
Größe
3.003 ha (davon 22% Wasserflächen)
Geographische Lage
Insel Rügen, Ostteil der Halbinsel Jasmund zwischen Sassnitz und Lohme.
Landschaften
Kreidefelsen, Geröllstrand und Flachwasserbereich der Ostsee, Buchenwald, Seen, Moore, Bäche

Im Hintergrund leuchtet in der Morgensonne das, was nach dem großen Abbruch im Februar 2005 von den Wissower Klinken übrig geblieben ist. Im 19. Jahrhundert allmählich von der Erosion herausmodelliert, waren sie lange Zeit ein weithin bekannter Besuchermagnet und eines der beliebtesten Postkartenmotive Rügens. "An den Wissower Klinken ist eine schöne Symphonie hängengeblieben" schwärmte Johannes Brahms, der in Sassnitz an seiner 1. Symphonie gearbeitet hatte. Aber die Erosion schreitet fort. Sie wird auch wieder neue Attraktionen an anderer Stelle schaffen. Rechts im Bild erhebt sich der markante Pfeiler der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht. Die Buche auf ihrer Spitze trotzt schon seit über 25 Jahren der Schwerkraft.Die Findlinge stammen aus Skandinavien und wurden einst von den Gletschern der Eiszeit hierher transportiert. Wenn Uferpartien abbrechen und Kreide, Sand und Mergel von der Brandung aufgewaschen und fortgeschwemmt werden, bleiben die Findlinge am Strand zurück und dienen als natürlicher Wellenbrecher.
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