Meeresgrund trifft Horizont

Meeresgrund trifft Horizont: Ein Spaziergang am Inselstrand ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Blick verliert sich in der Weite und wird dann wieder magisch vom Sand vor den Füßen angezogen. Am Spülsaum lässt das Meer Federn, Muschelschalen und andere Fundstücke zurück, die kleine und große Forscher und Entdecker die Zeit vergessen lassen. Auch hungrige Vögel finden dort natürlich viel kulinarisch Interessantes. (Foto: Karl-Eberhard Heers)
Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer umfasst neben dem eigentlichen Watt, das zweimal täglich bei Ebbe trocken fällt, auch die Salzwiesen am Festland und auf den Inseln sowie Strände und Dünen; weiterhin Platen und Sandbänke; Priele, Rinnen und Baljen (Wasserläufe, die das Watt durchziehen); sowie Geestkliffs an der Küste (Moor, Heide, Eichenkrattwälder). Das Schutzgebiet beginnt am seeseitigen Deichfuß. Die besiedelten Teile der Inseln und die Fahrwasser von Ems, Weser und Elbe gehören nicht zum Schutzgebiet.
Die Verwaltung des Nationalparks wird durch die Nationalparkverwaltung "Niedersächsisches Wattenmeer" (mit Sitz in Wilhelmshaven) wahrgenommen, soweit das Nationalpark-Gesetz nicht andere Behörden für zuständig erklärt.

Feuerwerk der Farben: Im Jahreslauf wird der Anblick der Salzwiesen durch die verschiedenen Pflanzenarten geprägt. Im Frühjahr kontrastieren die zartrosa Strandgrasnelken zum satten Grün des Andelrasens, im Spätsommer wogt das lila Blütenmeer des Strandflieders, im Herbst dominiert das Rotbraun von Queller und Strandsode. (Foto: Norbert Hecker)
Daten & Fakten
Gründungsjahr
1986
Größe
345.000 ha (davon 91,8% Wasserflächen)
Geographische Lage
Nordseeküste Niedersachsen zwischen Ems und Elbe, einschließlich vorgelagerte Inseln
Landschaften
Wattflächen, Sandbänke, Priele und Meer, Inseln mit Dünen und Strand, Salzwiesen, Geestkliffs, Moore, Heiden
seit Juni 2009 ist das deutsch-niederländische Wattenmeer Weltnaturerbe!

Leben im Untergrund: Auf den ersten Blick erscheint das Watt wie eine graue Schlickwüste. Bei genauerer Untersuchung offenbaren sich die Lebenszeichen zahlloser Tiere, die das Watt bis zu mehreren Dezimetern Tiefe bevölkern. Jede Art hat ihre eigene Strategie, die Verbindung zur Oberfläche zu halten. So klebt der Bäumchenröhrenwurm aus Sand und Resten von Muschelschalen kunstvolle kleine Gebilde zusammen, die oben aus dem Watt ragen und durch die er seine Tentakel steckt, um Nahrung aus dem Wasser zu sammeln. (Foto: Imke Zwoch)
Anfahrt
Mit der Bahn erreichen Sie die Zielbahnhöfe Emden (auch Außenhafen zur Weiterfahrt nach Borkum), Norddeich (auch direkt zur Mole zur Weiterfahrt nach Juist und Norderney und zum Bus zur Baltrum-Fähre), Sande-Esens (Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge), Wilhelmshaven, Varel, Nordenham, Bremerhaven, Cuxhaven.Vom 15.3.-31.10. verkehrt auf der Ostfriesischen Halbinsel (zwischen Emden und Wilhelmshaven) der Urlauberbus für 1,- Euro (gegen Vorlage der Kur-/ Gästekarte).
Mit dem Auto:
Über die A31 Richtung Emden / Leer, A 29 Richtung Wilhelmshaven, A 27 Bremerhaven / Cuxhaven.

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