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Nationale Naturlandschaften
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Das Farbspiel von weiß bis tief violett blühender Heide ist einen Besuch wert. Im zentral gelegenen Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa". Über 300 Hektar der Offenflächen sind mit Besenheide und Silbergrasfluren bewachsen. Durch Schafbeweidung werden diese offen gehalten und bleiben somit auch weiterhin u.a. ein Refugium für Wiedehopf und Ziegenmelker. Die angrenzenden Wälder mit ihren 200 bis 300-jährigen Traubeneichen sind in ihrer Größe und Qualität ebenso einmalig, und nicht zu vergessen der Waldgeist, der aus etwa drei Metern Höhe auf Sie herabschaut.
Im Süden des Naturparks durchfließt die Schwarze Elster das Niederlausitzer Urstromtal. Auf sandigen Hochflächen erstrecken sich im Norden große zusammenhängende Waldgebiete.
Unter den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich mächtige Braunkohlenschichten, die teilweise bis an die Oberfläche reichen. Durch das "Schürfen nach dem Schwarzen Gold" wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen geschaffen. An vielen Orten entstanden wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In den Bereichen, wo Tagebaurestgewässer saniert wurden, findet der Besucher heute reizvolle Naherholungsgebiete.
"Kernstück" des Naturparks ist das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa. Hier befinden sich u. a. große zusammenhängende Traubeneichenwälder. Besenheide und Silbergrasfluren, entstanden durch die ehemals militärische Nutzung, bestimmen das Bild der beiden großen Offenflächen.
Östlich schließt sich ein Niedermoorgebiet an. Hier wurde in vergangenen Zeiten kleinflächig Ton für das heimische Töpfergewerbe abgebaut. Heute ist es der Abbau von Torf für den Kurbetrieb der Rheumaklinik in Bad Liebenwerda der durch die Rohstoffentnahme und die Entstehung weiterer offener Wasserflächen das Gebiet beeinflusst.

Das Moorgebiet "Der Loben" ist ein Schatzkästchen der besonderen Art. Bis zu zwei Meter mächtige Torfflöze liegen im Zentrum des Gebietes. Verschiedenste Lebensräume bieten Platz für über 300 Pflanzenarten. Alte Sagen berichten von einem Lobenhirten, der auf seiner Flöte spielte, wenn sich ein Fuhrwerk dem Moor näherte. Doch sein Spiel hörten nur die Sonntagskinder, die er damit vor dem Versinken gerettet haben soll. Und dann soll dort einst die "Lobenburg" gestanden haben. Vielleicht finden Sie ein Stück der alten Burg, die einst vom Moor verschlungen worden sein soll.
Besucherhighlights
Naturparkhaus Bad LiebenwerdaDie ehemalige königlich preußische Oberförsterei hat ein neues Gewand bekommen. Nach zweijähriger Rekonstruktion des Gebäudes findet man jetzt hier die Naturparkverwaltung, die Naturwacht, den Tourismusverband und die Revierpolizei unter einem Dach.
Erstmalig integriert ist ein Besucherinformationszentrum mit einer Ausstellung. Hören, Fühlen, Schauen; von Apfel-Memory über Plauderbänke, Bodenschatztruhe, Heideprisma u.v.a.m.; die Vielfalt des Naturparks ist hier auf etwa 80 Quadratmetern zu erleben.

Im Naturparkhaus finden Sie neben die Naturparkverwaltung sowie eine Ausstellung zum Naturpark. Mitarbeiter der Naturwacht beantworten gern ihre Fragen zur heimischen Flora und Fauna.
Pomologischer Schau- und Lehrgarten Döllingen
„Wintergoldparmäne“, „Gellerts Butterbirne“ oder „Werdersche Glaskirsche“ haben hier neben etwa 150 weiteren alten und neuen Obstsorten ihr Refugium. Seit dem Jahr 2000 ist der Pomologische Schau- und Lehrgarten das Zentrum der einstigen und heutigen Streuobstregion um Döllingen und Hohenleipisch. Die vielen hochstämmigen Apfel-, Birn – und Kirschbäume, die Pflaumen, Aprikosen, Haselnüsse, Walnüsse und Pfirsiche mit ihren unterschiedlichen Blühzeiten tauchen die Region jährlich während der Frühlingszeit in ein duftendes Blütenmeer. Diese Anlage ist in Brandenburg einmalig.
Besucher können die Entwicklung der Obstbäume von ihrer Wildform bis zu den neuesten Züchtungen verfolgen, Rat einholen und sich über Sorteneigenschaften informieren.
Übrigens: Die griechische Göttin Pomona soll sich vor etwa 3.000 Jahren um das Veredeln von Obstbäumen verdient gemacht haben. Die Lehre von der Obstkunde heißt deshalb „Pomologie“.

Pomologischer Garten während der Blütezeit
Daten & Fakten
Gründungsjahr
1996
Größe
48.400 Hektar
Geographische Lage
im Süden Brandenburgs
Landschaften
Nadelwald, Fließgewässer, Heiden, Bergbaufolgelandschaft; Geländeausformung: flach
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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