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Naturpark Südharz
Faszination Thüringer Harz ...eine einzigartige Karstlandschaft am südlichsten Harzrand

Hügelige Gipskarstlandschaft, dicht bewaldete Harzhöhen mit reichem Buchenbestand, schützenswerte Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere: hier treffen die Südausläufer des Harzes auf den Zechsteingürtel, der für eine faszinierende grüne Karstlandschaft sorgt, die in dieser Form einmalig in Europa ist. Der Naturpark Südharz ist das ideale Ausflugsziel für Naturliebhaber. Auf einer Fläche von 26.700 Hektar erstreckt er sich über den nördlichen Teil des Landkreises Nordhausen und grenzt an die bestehenden Naturparke im Harz.
Aktiv...
Wer gerne wandert, kann wunderschöne Touren auf naturbelassenen Pfaden mit unzähligen eindrucksvollen Aussichten erleben. Eine besondere Lust zum Wandern weckt die Harzer Wandernadel, die mit 222 Stempelstellen zu Aussichtpunkten und Naturschauspielen quer verstreut über den Harz lockt. Sehenswert ist ebenso das Grüne Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier konnte sich über Jahrzehnte die Natur ungestört entfalten. Dieser längste Biotop-Verbund Europas lässt sich auf dem Harzer Grenzweg erwandern, durch die Zorgeniederung bei Ellrich hinauf ins waldreiche Gebirge, auf verschlungenen Pfaden bis zum Großen Ehrenberg. Der wohl wichtigste Wanderweg im Naturpark ist der Karstwanderweg, der auf 250 Kilometern die Harz-Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verbindet. In Zehntausenden von Jahren ist eine Region mit einem geologischen Reichtum und biologischer Vielfalt entstanden. Zu den beeindruckenden Karstphänomenen in der Region gehören beispielsweise die Salzaquelle in Nordhausen, große wassergefüllte Erdfälle zwischen Liebenrode und Steinsee, die Hörninger Sattelköpfe und die Gipshöhle Kelle bei Appenrode. Wer das Fahrrad den Wanderschuhen vorzieht, findet ebenfalls gute Bedingungen vor – von Naturwegen bis hin zu asphaltierten Fahrradwegen. Viele Streckenvorschläge und Tipps rund um das Radeln in der Region Nordhausen gibt der Kreisverband des ADFC. Ein besonderer Schwerpunkt ist vor allem im bergigen Südharz das Mountainbiken. Der einzige Fernradweg der Region ist der Harzrundweg, der auf 310 Kilometern das Mittelgebirge umkreist. Gekennzeichnet mit einer radelnden Hexe durchläuft der Weg zahlreiche Orte des Naturparks Südharz, darunter Ellrich, Ilfeld, Neustadt, Buchholz, Rodishain und Stempeda.
Blühende Pracht
Wer im Frühjahr durch den Naturpark Südharz streift, kann besonders entlang des Karstwanderweges in den Karstbuchenwälder prächtige Frühblüher entdecken. Am Boden breiten sich ganze „Teppiche“ von Windröschen, Leberblümchen, Lerchensporn und Bärlauch aus. Der Bärlauch in den Dolinen und Erdfällen der Südharzer Karstlandschaft ist nach dem Winter oft das erste Grün in den Wäldern. Farbenfrohe Akzente erhalten die erwachenden Wäldern des Naturparks auch durch das Gelbe Windröschen und das Leberblümchen. Besonders wertvolle Biotope sind die Magertrockenwiesen, die Heimat zahlreicher seltener und geschützter Pflanzenarten sind. Hier blühen zwischen Mai und Juli nahezu die Hälfte aller einheimischen und schützenswerten Orchideen, wie zum Beispiel der Fliegenragwurz oder das Knabenkraut. Während sich im Herbst die Buchenwälder an den Harzrandhöhen in einem faszinierenden Farbspiel präsentieren, verzaubern Thymian und Enzian die Luft der Karstlandschaft mit ihren mediterranen Düften und der Fransen-Enzian entfaltet seine volle Blüte.
Wunderbare Tierwelt
Seltene Tierarten wie Uhu, Schwarzstorch, Siebenschläfer, Haselmaus und Feuersalamander sind im Naturpark Südharz zuhause. Zahlreiche Fledermausarten finden in Höhlen und Klüften sowie in totholzreichen Karstbuchenwäldern ideale Quartiere. Hier liegt das bundesweit bedeutendste Winterquartier der Mopsfledermaus, die vom Aussterben bedroht ist. Auch die stark gefährdeten Arten Wildkatze und Luchs haben eine Heimat im Harz gefunden. Viele dieser besonderen Lebensräume sind durch die Vegetation im Gipskarst entstanden. Alleine im Alten Stolberg, auf dem Himmelsberg und den Sattelköpfen gibt es über 400 Schmetterlings- und mehr als zehn Heuschreckenarten
Unter Volldampf
Einmalig ist der Naturpark Südharz auch aus einer anderen Perspektive – denn ihn durchzieht ein besonderes Schienennetz: Ganz gemütlich lässt sich die bezaubernde Landschaft mit einer schnaufenden Dampflok der Harzer Schmalspurbahnen, kurz HSB, erkunden. Gut 140 Kilometer beträgt die Streckenlänge insgesamt – das längste zusammenhängende Schmalspurnetz Europas. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde tuckern die Loks seit mehr als einem Jahrhundert durch den Harz.
Daten & Fakten
Gründungsjahr
2010
Größe
26.700 ha
Geografische Lage
Der Naturpark Südharz ist der kleinste seiner Art in Thüringen. Er befindet sich im Norden des Freistaates, zwischen der Kreisstadt Nordhausen und den angrenzenden Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Landschaften
Südabfall des Unterharzes mit Buchenwäldern Gipskarstlandschaft mit Trockenrasen und Karstbuchenwälder, reichhaltiger Flora, Karsterscheinungen, wie Höhlen, Quellen und Schwinden, Erdfälle und Dolinen; Besonderheit: Südharzkarst ist ein grüner Karst, er ist bewaldet und von Weiden und Äckern bedeckt. Nordthüringer Buntsandsteinland - ein nur mäßig bis gering bewaldeten Naturraum mit zahlreichen Erdfallseen
Kontakt: Naturpark Südharz Bahnhofsplatz 3a 99734 Nordhausen Tel.: 03631/902154 E-Mail: info@naturpark-suedharz.de www.naturpark-suedharz.de
Kontakt
Naturpark Südharz
Bahnhofsplatz 3a
99734 Nordhausen
Fon: 03631/902155
Fax: 03631/902153
marketing@naturpark-suedharz.de
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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