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Auf Exkursion zu Ohrwürmern, Luchsen oder Kräutern

Foto: Müritz-Nationalpark

Wer sich einem Ohrwurm auf die Spur begeben will, landet keineswegs zwangsläufig in einem Tonstudio oder einer Arztpraxis. Schließlich stammt die ursprüngliche Bezeichnung aus dem Tierreich. Das harmlose Insekt mit dem mehrdeutigen Namen frisst am liebsten Blattläuse und ist deshalb bei Gärtnern gern gesehen. Diese und viele andere Informationen erfahren die Teilnehmer einer Wanderung für kleine und große Entdecker durch die einstigen Rieselfelder bei Münster. Nach der Exkursion werden aus Blumentöpfen keine Ohrwurmhöhlen für zu Hause gebastelt und bemalt.

Die Veranstaltung gehört zu einer Fülle von Terminen am internationalen „Wandertag für Biodiversität“ am 22. Mai. Überall in Deutschland können sich Interessierte am Pfingstsamstag auf geführten Touren in die Natur begeben und sich über den Grund für den Schutz bestimmter Pflanzen- und Tierarten ins Bild setzen lassen. Auf einleuchtende Art erklären Experten die Rolle von Nahrungs- und Heilpflanzen sowie Blütenbestäubern oder die Wasserspeicherkapazität von Wald- und Auenböden.

Selbst der Ohrwurm taugt zur Erklärung des Begriffes Biodiversität, der die biologische Vielfalt und damit eine der Lebensgrundlagen für das menschliche Wohlergehen beschreibt. Das nützliche Insekt begrenzt die Zahl der Blattläuse, trägt damit zur Entfaltung der Pflanzen bei und dient selbst als Nahrung von Vögeln, ohne die das Leben undenkbar wäre.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt erklärt. Die Kampagne will der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der Biodiversität und die Folgen ihres Verlustes näher bringen.

Bei den Wandertagen soll nach einem Aufruf des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Obendrein erhalten alle Teilnehmer einen Biodiversitäts-Wanderpass, den sie sich beim Veranstalter abstempeln lassen können. Wer diesen Wanderpass beim BfN bis zum 25. Juni 2010 einsendet, nimmt damit an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil.

Foto: Nationalpark Harz

Wie unterschiedlich die Angebote an diesem 22. Mai ausfallen, zeigt der Blick in den Veranstaltungsplan. Da steht im Nationalpark Harz eine acht Kilometer lange Wanderung mit einem Ranger ins Revier der Luchse auf dem Programm, an die sich eine öffentliche Fütterung am Luchsgehege an den Rabenklippen anschließt.

 

 

Foto: Biosphärenreservat Schaalsee

Bei der Kräutertour im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee lernen die Interessierten Wissenswertes über essbare und heilende Pflanzen.

Ins Biosphärenreservat Schaalsee an der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geht es auf eine Wanderung unter dem Motto „Gegen jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen, man muss es nur erkennen“. Die Kräuterwanderung startet am Samstag den 22.05. 2010 um 10.00 Uhr am Kloster in Zarrentin und dauert rund drei Stunden.

Alle Informationen unter www.wandertag.biologische-vielfalt.de

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