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Bessere Chancen für Entdecker und Schatzsucher auf der Schwäbischen Alb
Das Biosphärenzentrum präsentiert das Biosphärengebiet Schwäbische Alb auf einer rund 450 m² großen Ausstellung aus einem etwas anderen Blickwinkel. Menschen aus der Region stellen hier ihre Landschaft und ihr Tun vor. An über 30 z.T. interaktiven Modulen erfährt der Besucher nahezu alles über die wunderbare Region. Das Biosphärenzentrum ist somit die erste Anlaufstelle des Großschutzgebiets.
Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb steigen künftig die Chancen auf eine erfolgreiche Beobachtung von Wanderfalken, Wespenbussarden oder dem blauschwarzen Eisvogel und auf eine Entdeckung zahlreicher Orchideen, Silberdisteln und vieler anderer seltener Tiere und Pflanzen. Das neue Hauptinformationszentrum des rund 85 000 Hektar großen Schutzgebietes auf der Mittleren Schwäbischen Alb und ihres Vorlandes macht es möglich. Denn in zwei stilvoll renovierten Gebäuden im Alten Lager des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Münsingen erhält jeder Ausflügler ab dem 23.Oktober einen umfassenden Einblick in die Schätze der im Vorjahr von der Unesco als Biosphärengebiet anerkannten Region. Getreu der Erfahrung, dass der Mensch nur das sieht, was er auch kenne, haben die Ausstellungsmacher ein umfassendes Bild auf einer 450 Quadratmeter großen Fläche gezeichnet. Da stellt sich die Lust auf einen Entdeckungsrundgang durch die angrenzende Natur wie von selbst ein.
Der ehemalige Truppenübungsplatz ist das
Herzstück des Biosphärengebiets Schwäbische
Alb. An einer großen Installation mit
Panoramablick erfährt der Besucher die
Eigenheiten und Schönheiten des Platzes.
Flora, Fauna, Miltär- und Kulturgeschichte
werden spannend durch Filme und
Hörbeiträge erzählt.
Dazu trägt neben den Informationen über die weltweiten Biosphärenreservate nicht zuletzt die interaktive Gestaltung der Ausstellung bei. Hier können Groß und Klein an sechs Tagen in der Woche lesen, schauen, drücken und hören. Wer dabei den Überblick verliert, orientiert sich auf einem überdimensionalen und begehbaren Luftbild wieder neu.
Die Leiterin der Geschäftsstelle, Petra Bernert, verspricht jedenfalls, dass es in dem neuen Info-Zentrum nur eins nicht geben wird: Langeweile. „Wir freuen uns alle bereits riesig auf die Eröffnung des Zentrums, welches dem Biosphärengebiet ein Gesicht gibt.“
Spätestens hier erfahren die Besucher auch den Grund dafür, warum das Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb nicht den international üblichen Namen „Biosphärenreservat“ trägt. Das Land Baden-Württemberg hatte sich in seinem Naturschutzgesetz gegen den Ausdruck „Reservat“ entschieden. Aber dieser äußere Unterschied ändert nichts an der natürlichen Vielfalt, die alle von der Unesco anerkannten Schutzgebiete auszeichnet. So bietet das rund 40 Kilometer lange Areal, das vom Vorland der Mittleren Alb über deren Albtrauf und deren Hochfläche bis an die Donau im Süden reicht, viele einzigartige Naturerlebnisse. Hier wurde die Chance erkannt, die sich mit der Aufgabe der militärischen Nutzung des Gutsbezirks im Jahre 2005 ergab. Vor allem die direkt an den Truppenübungsplatz angrenzenden Städte und Gemeinden Bad Urach, Münsingen und Römerstein im Landkreis Reutlingen trieben die Idee eines Biosphärengebietes voran, der sich dann engagierte Naturschutz- und Umwelt-, Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Tourismusverbände anschlossen.
Die Hang- und Schluchtwälder des
Biosphärengebiets laden ein zu ausgedehnten
Wanderungen. Im Biosphärenzentrum
bekommt der Besucher einen ersten Eindruck.
Welche Funktionen hat der Wald zu erfüllen,
welche Tiere leben in ihm, welche Geschichten
hat er zu erzählen. Vom Waldmärchen bis zur
entspannenden Chill-Out-Ecke wird dem
Besucher einiges geboten
Etwa 30 000 Schafe beweiden fast das ganze Offenland des Truppenübungsplatzes, mithin etwa zwei Drittel der Gesamtfläche von 6 700 Hektar. Die Schafweiden bieten gute Bedingungen für seltene Pflanzen- und Tierarten.
Auch die Geschäftsstellen des Biosphärengebiets und des GeoParks Schwäbische Alb haben im Hauptinformationszentrum ihren Sitz genommen.
Weitere Informationen unter http://www.biosphaerengebiet-alb.de.
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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