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Buchtipps
Richtlinien für die Anwendung der IUCN-Managementkategorien für Schutzgebiete
Im Jahre 2008 wurden die überarbeiteten IUCN-Managementkategorien für Schutzgebiete vorgestellt und veröffentlicht. Diese weltweite Grundlage für die Einordnung und Meldung der Schutzgebiete, die jeder Staat im Rahmen der Konvention über die biologische Vielfalt – speziell mit Blick auf das CBDArbeitsprogramm „Schutzgebiete“ – zu leisten hat, wurde damit an vielen Stellen präzisiert und ergänzt. Mit der Bereitstellung der nachfolgenden Richtlinien in deutscher Übersetzung soll ein Beitrag der IUCN zur Anwendung der Managementkategorien für Schutzgebiete geleistet werden, die zur Klassifizierung von Schutzgebieten nach ihren Managementzielen dienen.
Die Broschüre ist zu beziehen über www. nationale-naturlandschaften.de oder direkt über EUROPARC Deutschland, Andrea Hoffmann, Tel. 030/288 788 20.
Nationale Naturlandschaftenund Biodiversität – Vielfalt macht stark!
Als Bewahrer der biologischen Vielfalt in Deutschland kommt den Nationalen Naturlandschaften eine verantwortungsvolle Aufgabe zu, denn sie sind Knotenpunkte im Netzwerk und damit wichtigste Grundlage für den Schutz der Biodiversität. In der soeben erschienen Publikation zum Internationalen Jahr der Biodiversität wird gezeigt, wie schwierig der Erhalt der Lebensräume gerade in industrialisierten Ländern mit ihren intensiv genutzten Landschaften ist. Deutlich wird, welche verheerenden Konsequenzen mit deren Verlust für die Menschen einhergehen: Ein Fortschreiten des Artenverlusts bedroht die Vielfalt unserer Kultur- und Naturlandschaften und nicht zuletzt den Menschen in seiner gesamten Lebensqualität. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Zahl der Arten weltweit in den vergangenen dreißig Jahren um rund 40 Prozent zurückgegangen ist. Nicht nur die tropischen Regenwälder sind betroffen. Auch in Deutschland ist ein dramatischer Rückgang der Tier- und Pflanzenarten zu beobachten.
Die Broschüre ist zu beziehen über www. nationale-naturlandschaften.de oder direkt über EUROPARC Deutschland, Andrea Hoffmann, Tel. 030/288 788 20.
Nationalpark Bayerischer Wald jetzt auf dem internationalen Büchermarkt
Mitten im Jubiläumsjahr zum 40jährigen Bestehen des Nationalparks Bayerischer Wald erscheint im renommierten Springer-Verlag (Netherlands) in englischer Sprache ein über 450 Seiten starkes Kompendium zur Ökologischen Langzeitforschung („Long-Term Ecological Research - Between Theory and Application“). Möglich wurde dies auf Initiative des deutschen Forschungsverbundes LTER-D (LTER steht für Long-Term Ecological Research), dem der Nationalpark Bayerischer Wald seit Gründung 2004 angehört. Die Vorstandsmitglieder Felix Müller (Kiel), Cornelia Baessler (Halle), Hendrik Schubert (Rostock) und Stefan Klotz (Halle) übernahmen die Herausgabe des Werks, mit dem sie teils mit eigenen, teils mit Beiträgen anderer deutscher und internationaler Mitglieder der LTER-Familie in 30 Kapiteln Theorie und Praxis der Langzeitforschung beleuchten. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist Beispiel für angewandte Praxis: Der älteste Nationalpark in Deutschland widmete sich schon bald nach seiner Gründung Forschungsaufgaben, die auf lange Zeit ausgerichtet sind.
Eines von mehreren Beispielen sind die jahrzehntelangen Wetteraufzeichnungen an verschiedenen Stellen im Nationalpark, die heute im Rückblick untrügliche Hinweise auf die Klimaänderung in der Nationalpark-Region geben. Aber auch Langzeitstudien zur Selbstorganisation und Entwicklung von Wäldern nach Aufgabe forstlichen Managements, zur nach wie vor bestehenden Beeinflussung des Baumwachstums durch über die Luft eingetragener Schad- und Nährstoffe sowie Untersuchungen zur langfristigen Veränderung der Biotopeigenschaften für Tiere und Pflanzen gehören zum Alltag der Nationalparkforschung. Einflussgrößen wie Stürme oder Massenvermehrungen von Borkenkäfern sind spezieller Untersuchungsgegenstand der wissenschaftlichen Naturbeobachtung. Eine wichtige Ergänzung dazu sind in Intervallen durchgeführte Untersuchungen zur Einstellung der Nationalparkbesucher und der lokalen Bevölkerung auf diese ungewohnt gewordenen Vorgänge einer natürlichen Entwicklung, die im kulturgeprägten Mitteleuropa schon seit vielen Menschen-Generationen nicht mehr zu erfahren waren. Diesen Monitoring-Aufgaben des Nationalparks ist in dem Sammelband ein extra Kapitel eingeräumt, das von den Nationalparkforschern Marco Heurich, Burkhard Beudert, Heinrich Rall und in Kooperation mit dem angrenzenden Nationalpark Sumava in Tschechien mit der Kollegin Zdenka Krenová verfasst worden ist. Der Leiter des Sachgebiets Forschung, Titelbildautor- und Mitverfasser des Beitrags Dr. Heinrich Rall freut und erhofft sich, dass dieses Werk für das Schutzgebiet und seine Forschung weltweit neue Interessenten gewinnt und sich neue erkenntnisreiche Kooperationen im Rahmen des Forschungsverbundes LTER ergeben.
„Zukunftsbild für eine klimasichere Wattenmeerregion“ der Michael Otto Stiftung
Das 60-seitige „Zukunftsbild für eine klimasichere Wattenmeerregion“ ist eine Sammlung innovativer Lösungsvorschläge für einen flexibleren und nachhaltigen Küstenschutz, von dem alle Interessengruppen profitieren: sowohl die Menschen, die im Bereich dieser jahrhundertealten Kulturlandschaft leben, als auch die einzigartige, weltweit anerkannte Naturlandschaft, nicht zuletzt aber auch die lokale Wirtschaft, der Tourismus und die Landwirtschaft. Denn ihnen können sich neue Wirtschaftsformen eröffnen. Die Experten-Arbeitsgruppe mit Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Praxis aus Naturschutz, Verwaltung und Landschaftsplanung gewährleistet die Qualität der Lösungsvorschläge. Die Broschüre soll als Dialoginstrument den Gedankenaustausch anregen und die Basis für eine kritische Diskussion über neue Formen von Küstenschutz und regionaler Entwicklung darstellen. Das Zukunftsbild der Michael Otto Stiftung ist ein Angebot an Politik und Gesellschaft, sich bereits heute mit den Fragen zu befassen, die früher oder später ohnehin beantwortet werden müssen. Es ist das Ergebnis des Projektes „Naturschutzforderungen bei alternativen Klimawandelszenarien für das Wattenmeer im Rahmen von Integriertem Küstenzonenmanagement (IKZM)“, das 2006 - 2009 durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde.
Download unter www.michaelottostiftung.de
Bezugsadresse:
Michael Otto Stiftung
Christiane Fleischer
Projektmanagerin Dialogprojekte
Wandsbeker Str. 3-7
22179 Hamburg
Tel.: 040 - 6461 7670
Fax: 040 - 6464 7670
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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