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Ein Ferienhof inmitten des Glücks

Die Salveymühle liegt im nördlichen Teil des Nationalparks und bietet viel Raum für kreative Ideen.

Wenn das Glück schon am frühen Morgen seine Botschafter vorbei schickt, kann der Tag eigentlich nur erfolgreich verlaufen. Diesen Start genießen jedenfalls die Gäste des abseits der bekannten Touristenwege gelegenen Ferienhofes „Salvey-Mühle“ im Nationalpark Unteres Odertal. In stolzen Formationen überfliegen die als Vögel des Glücks verehrten Kraniche den ganzen Herbst das Anwesen im kleinen Geesow. Auf den umliegenden Wiesen, Weiden und abgeernteten Feldern finden sie genügend Futter, um sich für den Weiterflug in südlicher gelegenen Gefilden zu stärken. Feriengäste der Mühle erleben den Kranichflug mindestens zweimal am Tag. Am Morgen verlassen die Tiere ihr Schlafquartier in den Polderflächen auf der nahen polnischen Oderseite, um abends mit neuen Fettreserven dorthin zurückzukehren.

Foto: Nationalparkverwaltung
Unteres Odertal

Doch nicht nur Kraniche bieten den Touristen in der schon im Jahre 1248 erstmals erwähnten und vor vielen Jahren stillgelegten Mühle ein kostenloses Schauspiel. Fledermäuse, Biber, Schafe und nicht zuletzt die beiden Hofhunde stoßen gerade bei Großstadtkindern auf viel Interesse, während die Erwachsenen an Malkursen oder am Seminar über das Entstehen eines Kriminalromans teilnehmen. Gemeinsam trifft man sich dann bei einem Ausflug im Kanu, auf dem Fahrrad oder in Wanderschuhen. Der Oder-Neiße-Radweg liegt nur einen Katzensprung entfernt


 

Neuerdings weist ein Schild am Eingang zu den vier Ferienunterkünften sowie auf der Internetseite auf ein besonders hohes Qualitätskriterium hin: „Partner des Nationalparks Unteres Odertal“. Unter dem Dach von EUROPARC Deutschland hat sich die vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz geförderte Initiative längst zu einem Gütesiegel entwickelt. „Wir freuen uns, dass mit der Salvey-Mühle nun der erste touristische Betrieb in unserer Region die Auszeichnung trägt“, sagte der Chef des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel. „Hier kann die Natur wirklich Natur bleiben. Die Gäste erhalten regionale Produkte und viele Informationen über den Umwelt- und Ressourcenschutz. Die Verwendung ökologischer Baustoffe sowie der sinnvolle Umgang mit Wasser und Energie verstehen sich von selbst.“

Der Nationalpark hat allerdings im Vergaberat für das Logo „Partner des Nationalparks Unteres Odertal“ nur eine von insgesamt 13 Stimmen. Auch Bürgermeister, Gemeindevertretungen, Naturschutzverbände sowie die Industrie- und Handelskammer gehören zum Gremium, das bisher bereits 13 Natur- und Landschafts- sowie Kanuführer als Nationalpark-Partner geehrt hat.

Frei geht der Blick aus einem der
Mühlenfenster bis zum Horizont

Der Computerspezialist Rainer Hanke, der mit seiner leidenschaftlich gern malenden Frau Karin Völker die Mühle vor zwei Jahren übernommen hatte, schwärmt vom wichtigsten Potenzial seines Ferienhofes: „Hauptattraktion ist die unverbaute Natur, die wir als Nationalpark-Partner nun erst recht schützen werden.“ Die Auszeichnung stellt zwar eine hohe Messlatte für uns dar, hilft uns aber sicher auch bei der Werbung für unser Haus.“

Bisher haben sich in 13 weiteren Nationalen Naturlandschaften ähnliche Partner-Initiativen gegründet, um die Schutzgebietsidee weiterzutragen. Es sind neben dem Unteren Odertal die Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Müritz, Eifel, Bayerischer Wald, Harz, Sächsische Schweiz, Kellerwald-Edersee, Hainich, Vorpommersche Boddenlandschaft sowie Jasmund, der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Weitere Informationen unter www.salveymuehle.de und http://www.nationalpark-unteres-odertal.eu/html/nationalparkpartner.html sowie http://www.nationale-naturlandschaften.de/urlaub-bei-unseren-partnern

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