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Eine große Inventur der Natur

Der 12. Juni könnte in die internationale Chronik des Naturschutzes als Rekordtag Einzug halten. Denn überall auf der Welt sind an diesem zweiten Samstag im Juni die Menschen aufgerufen, die heimische Flora und Fauna zu entdecken und damit ein großes Inventar der Natur anzulegen. Die vom Magazin GEO seit 1999 initiierten Veranstaltungen haben im internationalen „Jahr der Biodiversität“ ein starkes Echo ausgelöst. In mindesten 35 Ländern werden Naturfreunde innerhalb von 24 Stunden auf Entdeckungssuche gehen und in Zusammenarbeit mit Naturverbänden, Nationalparks und Naturparks alles dokumentieren, was in der jeweiligen Region alles wächst und lebt. Bei der Auswahl der jeweiligen Landschaft gibt es keine Grenzen. Das können Schulgärten, Wiesen, Kiesgruben oder Flussufer sein.

„Nur das, was wir kennen, werden wir auch achten und schützen“, lautet das treffende Motto dieses Tages. „Den Beweis anzutreten, dass Natur auch in Mitteleuropa noch etwas anderes ist (und sein muss) als Straßenbegleitgrün; das Bewusstsein für schützenswerte Biodiversität in unserer unmittelbaren Umgebung zu schärfen; das Wissen um die oft übersehene Wichtigkeit von Natursystemen zu fördern, selbst wenn diese unscheinbarer wirken als der tropische Regenwald – das sind die Ziele des GEO-Tags der Artenvielfalt“, formulierte Peter-Matthias Gaede, Chefredakteur von GEO. Das Magazin wird sein Reportage-Thema unter den Titel „Wert der Natur: Warum sich Vielfalt rechnet“ stellen. Dabei soll es vor allem um den Nutzen von Biodiversität und den Dienstleistungen der Natur für den Menschen gehen.

Foto: Naturpark Münden

„Alle an diesem Tag gesammelten Fakten finden Eingang in eine große Datenbank“, sagt GEO-Cheforganisator Tom Müller. „Diese wird von der Global Biodiversity Information Facility (GBIF) betrieben. „Das ist eine offizielle und internationale Einrichtung der Forschungszusammenarbeit, um wissenschaftliche Daten und Informationen zur Biodiversität in digitaler Form über das Internet weltweit frei und dauerhaft verfügbar zu machen. Schon jetzt sind mehr als 47 Staaten und 31 internationale Organisationen am Aufbau des Netzwerkes beteiligt. Mehr als 198 Millionen Biodiversitätsdaten können über das internationale GBIF-Portal abgerufen werden, bereitgestellt von 317 Datenanbietern.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 25 000 Laien und Experten an der Feldforschungsaktion, wobei diese hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs waren. Die diesjährige Hauptveranstaltung findet in Freiburg statt. Im Vorjahr bildete der Nationalpark Bayerischer Wald das Zentrum der GEO-Aktion.

In Freiburg beteiligen sich an der Aktion rund 20 Naturschutzverbänden, -initiativen und -institutionen, mehrere Ämter der Stadt, das Regierungspräsidium Freiburg sowie der Naturpark Südschwarzwald, der Naturgarten Kaiserstuhl und die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg.

Alle Informationen sind unter www.geo.de/artenvielfalt zu finden

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