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Eine Stiftung für den Erhalt und das Erleben der Natur

Wisente in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide

Der großartige Naturfilmer Heinz Sielmann hat fast 60 Jahre lang die Reize von Flora und Fauna aus allen Kontinenten den Fernsehzuschauern ins heimische Wohnzimmer geliefert. Gebannt verfolgten Menschen jeden Alters und ganz unterschiedlicher Berufe die Streifen über große und kleine Tiere, Urwälder und Wüsten, hohe Berge und romantische Täler. Beinahe wie von selbst stellte sich dann bei den Betrachtern der Schutzgedanke für die Umwelt ein. „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ lautete der Leitsatz des im Jahre 2006 verstorbenen Biologen, Verhaltensforschers sowie leidenschaftlichen Tierfilmers. Genau danach handelt auch die Heinz Sielmann Stiftung, die das Lebenswerk ihres Stiftungsgründers auf vielfältige und vor allem erlebbare Weise fortsetzt. Mit ihrem Engagement will sie die Natur schützen, erhalten und ihre Schönheit allen Menschen zugänglich machen.

Ein Team: Inge und Heinz Sielmann.
Inge Sielmann führt die Stiftungsarbeit
nach dem Tod ihres Mannes engagiert weiter.

Dabei setzen die Mitarbeiter, Freunde und Förderer viele Erfahrungen von Heinz Sielmann um. „Nichts hinterlässt einen tieferen Eindruck als das persönliche Erleben in freier Natur“, formulierte der Filmemacher beispielsweise sehr treffend. Daher führt die Stiftung viele Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch ein persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heran. So lernen die Teilnehmer in Seminaren der Stiftung unter anderem, dass auch Amphibien einen Beitrag zur Einzigartigkeit der heimischen Natur leisten. Im Rahmen des Natur-Erlebnisprogramms „Tage voller Wunder“ vermitteln Mitarbeiter der Umweltbildung die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur. Auch bei den bundesweit arbeitenden Sielmanns Natur-Rangern, der Jugendorganisation der Heinz Sielmann Stiftung, ist die Umweltbildung ein zentrales Thema.

Um seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, erwirbt die Stiftung große, zusammenhängende Lebensräume. Somit wird eine kommerzielle Nutzung dieser Flächen von vornherein ausgeschlossen.
„Sielmanns Naturlandschaften“ sind inzwischen auf eine Gesamtfläche von rund 8 000 Hektar angewachsen. Beispiele dafür sind die Döberitzer Heide bei Berlin, die Groß Schauener Seenkette südöstlich der Hauptstadt und die ehemalige Tagebaulandschaft „Wanninchen“ im Süden Brandenburgs. Hier bestehen Besucherzentren, die vielfältige Erlebnisprogramme anbieten. In der Döberitzer Heide lädt ein Schaugehege mit Przewalski-Wildpferden, Wisenten und Rothirschen zu öffentlichen Fütterungen ein. Demnächst können die Besucher sogar an Safari-Touren teilnehmen und sich auf die Spuren der vor einigen Monaten ausgewilderten Wisenten und Wildpferden begeben, die hier auf natürliche Weise die Heide erhalten sollen.

Außerdem betreut die Stiftung „Sielmanns Biotopverbunde“ mit einer Größe von jeweils mindestens 10 000 Hektar. Dazu gehören Sielmanns Biotopverbund Bodensee und der Sielmanns Biotopverbund Harz-Eichsfeld-Werratal.

Um das Interesse der Öffentlichkeit am Naturschutz zu fördern und diese gleichzeitig auf die dringlichen Themen in diesem Bereich aufmerksam zu machen, nutzt die Stiftung die Arbeit mit Multiplikatoren und Medien.

Außerdem baut die Stiftung ein Heinz-Sielmann-Archiv des Naturfilms auf. Das hochwertige Filmmaterial mit Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten wird schrittweise auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Auch Przewalski-Pferde (Wildpferde) leben auf dem Areal von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide

Die Stiftung engagiert sich ebenso für eine Vielzahl nationaler und internationaler Projekte. Diese reichen vom Fischotterschutz im hohen Norden, über die Vogelpflegestation im Wildpark Eekholt bis hin zur Wiederansiedlung des vor etwa 350 Jahren ausgestorbenen Waldrapps in Bayern. Auch international werden Beiträge für den Naturschutz geleistet. So unterstützt die Stiftung zum Beispiel in Rybatschi auf der Kurischen Nehrung seit vielen Jahren die Arbeit der ältesten Vogelwarte der Welt.

Derzeit suchen die Heinz-Sielmann-Stiftung und EUROPARC Deutschland per Internet-Abstimmung den attraktivsten Wald unter den nationalen Naturschönheiten. Das Ergebnis der sommerlichen Umfrage wird am 14. September in Berlin bekannt gegeben.
Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 20 000 Natur- und Reiseliebhaber an der Sommeraktion „Das schönste Naturwunder Deutschlands“ beteiligt. Unter den 42 zur Wahl stehenden Naturwundern erhielt das Wattenmeer an der Nordseeküste die meisten Stimmen. Diesmal liegen die 19 ausgesuchten Waldlandschaften fast alle in Urlaubsregionen und bieten faszinierende Ausflugsziele in den Nationalen Naturlandschaften.

Weitere Informationen unter www.sielmann-stiftung.de

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