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Gewinn für Natur und Mensch – aber natürlich!
Guten Wein gibt es nicht nur in Italien, sondern ganz besonders auch in Baden-Württemberg, dem Austragungsland der EUROPARC Federation Konferenz 2011. Blick auf die Neuffener Weinberge im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Foto: Dieter Ruoff
Rund 300 Vertreter europäischer Schutzgebiete und Mitglieder der EUROPARC Federation trafen sich vom 29. September bis 3. Oktober zur Konferenz in den italienischen Abruzzen. Unter dem Motto „Living together. Biodiversity and Human Activities: A Challenge for the future of Protected Areas“ wurden Reden gehalten sowie Exkursionen und Workshops angeboten.
Die deutschen Mitglieder waren zahlreich vertreten und bereicherten Workshops zum Freiwilligenengagement, Kommunikation, Regionalentwicklung und zur Wildnis. In einem Sidemeeting zum PAME (Protected Area Management Effectivness) erhielt zudem die deutsche Qualitätsoffensive gute Resonanz. Auf internationaler Ebene konnten Kontakte mit dem US-amerikanischen National Park Service, der Wild Foundation und der EU-Kommission geschlossen werden. Im Sektionenbericht wurden den Mitgliedern Neuigkeiten aus den Projekten Junior Ranger, Freiwillige in Parks und Qualitätskriterien vorgestellt. Während der Mitgliederversammlung wurde die „Deklaration von Pescasseroli 2010“ verabschiedet, in der nationale und regionale Regierungen sowie die Europäische Kommission dazu aufgefordert werden, Biodiversität in ihre Richtlinien und Regierungsprogramme so zu integrieren, dass Gesundheit und ökonomischer Wohlstand in Europa bewahrt werden können. Ferner wurde gefordert, die gesammelten Erfahrungen in den Schutzgebieten zu nutzen und in innovative Verfahren zur nachhaltigen Regionalentwicklung und integrierte Landnutzung einzubauen, sowie politisch die Weichen zu stellen, damit die Schutzgebiete ihrer Aufgabe als Managementmodelle nachkommen und ein langfristiges gesellschaftliches Engagement sicher stellen können.
Am letzten Tag der Konferenz wurde von italienischer Seite die Fahne an das Gastgeberland 2011 übergeben. Als Einstimmung auf Deutschland sahen die Konferenzteilnehmer einen kurzen Film über die Nationalen Naturlandschaften und die Schwäbische Alb und erhielten weiterführende Informationen mit einem Flyer.
Das Residenzschloss in Bad Urach mit seinen
historisch restaurierten Sälen wird 2011
Konferenzort sein.
Foto: Kurverwaltung Bad Urach
Mit dem Handover sind die Vorbereitungen für Deutschland nun offiziell angelaufen. Unter dem Motto „Qualität zählt – Gewinn für Natur und Mensch“ wird diese vom 21. bis 25. September 2011 im Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb stattfinden. Eine Premiere, da die europäischen Mitglieder zum ersten Mal in einem Biosphärenreservat zusammenkommen. Damit bildet die Konferenz ein spannendes Forum für den Austausch zwischen Vertretern auf deutscher und europäischer Ebene.
Trotz des großen zeitlichen Vorlaufs sind die Arbeiten hierzu bereits angelaufen: Sponsoren, Keynote-Speakers und Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit stehen zur Diskussion. Ein Ankündigungsflyer wurde bereits erstellt ebenso wirbt ein kurzer Imagefilm über die Nationalen Naturlandschaften und das Biosphärengebiet für die Konferenz. In den kommenden Wochen setzt sich die Steuergruppe zusammen, um gemeinsam die Themen abzustimmen, die in den 15 Workshops der Konferenz angeboten werden sollen. Dabei wird die bunte Palette, die von Biodiversität, Klimaschutz in Europa, Partner der Parks, Corporate Design und Rangersystem bis hin zu Barrierefreiheit, regionale Wertschöpfung und Forschungsleistungen reicht, nur ein paar der Punkte sein, die aufgenommen und unter europäischen Aspekten betrachtet werden sollen.
Weitere Informationen zur Konferenz auf der Schwäbischen Alb finden Sie unter www.europarc2011.com. Die Deklaration von Pescasseroli finden Sie in den kommenden Tagen unter www.europarc.org
Ende Juli kam das Vorbereitungsteam in Bad Urach zusammen, v.l.n.r.: Holger Wesemüller und Nina Kuschniok, EUROPARC Deutschland, Dr. Dietwalt Rohlf vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, Gabriele Niclas vom Bundesamt für Naturschutz, Carol Ritchie, Geschäftsführerin der EUROPARC Federation, Markus Rösler NGO-Vertreter bei EUROPARC Deutschland und Petra Bernert, Leiterin des Biosphärengebiets Schwäbische Alb
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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