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Heilkräfte aus dem Wald

Urwaldgebiet Mittelsteighütte im Nationalpark Bayerischer Wald, ein typischer Bereich für den Schwarzborstling. Foto: Rainer Pöhlmann, Nationalpark Bayerischer Wald

Schwarzborstling.
Foto: Dr. Christoph Hahn
Neben dem Nachweis dieses Pilzvorkommens gelang Waldführern und Pilzkundler der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft im Nationalpark mit dem Fund des Gestielten Tannen-Schwarzborstling (Pseudoplectania vogesiaca) eine weitere Überraschung. Diese Pilzart war seit 17 Jahren nicht mehr aufgetaucht und gilt als vom Aussterben bedroht. Im Unterschied zu den Verwandten aus dem Fichtenwald besitzt der Tannen-Schwarzborstling einen Stiel und größere Fruchtkörper. Seine Inhaltsstoffe sind jedoch noch unerforscht. Der seltene Pilz gedeiht auf liegenden, morschen Stämmen und -ästen von Weißtannen. Da die Tannenwälder aber in Deutschland immer weiter zurückgehen, verringern sich auch die Vorkommen des Gestielten Tannen-Schwarzborstlings rapide. Umso größer ist die Freude im Nationalpark, dass hier der Pilz eine sichere Heimat gefunden hat und Wissenschaftlern zur weiteren Erforschung der vermuteten Wirkstoffe zur Verfügung steht.
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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