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Mit viel Engagement für eine lebendige Havel

Havel mit Deckwerk und Abzweig eines Altarms,  zwischen Rathenow und Strodehne. Foto: NABU/K. Rietschel

Wenn sich an der Unteren Havelniederung zwischen Berlin und der Elbe bald wieder Eisvögel, Fischotter, Silberweiden oder Flussregenpfeifer in großer Zahl heimisch fühlen, dann ist das auch das Verdienst der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz. In den 90er Jahren führte sie mehrere Dialoge zwischen Interessensvertretern aus Wirtschaft, Politik und Naturschutz zur ökologischen Weiterentwicklung von Elbe und Havel durch. Die hierbei gemeinsam entwickelte „Elbe-Erklärung“ ging 2002 in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung ein und bildete die Voraussetzung für weitere Naturschutzvorhaben in der Region.
Jetzt unterstützt die Stiftung schon seit mehr als drei Jahren die Renaturierung der Havel, die dadurch wieder zu einem lebendigen Fluss werden soll. Immerhin gilt die Untere Havelniederung, die im Naturpark Westhavelland und im Biosphärenreservat Mittelelbe liegt, als größtes und bedeutsamstes Feuchtgebiet im Binnenland Mitteleuropas. Erst vor einigen Monaten übergab die 1993 gegründete Michael Otto Stiftung dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) als Projektträger weitere 200 000 Euro.

Blick in einen Altarm mit stehendem
Gewässer, Havel zwischen
Rathenow und Strodehne.
Foto: NABU/K. Rietschel

Das Engagement für die Havel ist typisch für die strategische Ausrichtung der Stiftung, die kürzlich ihren Beitritt zu EUROPARC Deutschland erklärte. Sie setzt sich „für zukunftsweisende Perspektiven im Naturschutz und eine nachhaltige Entwicklung ein“, wie Stiftungsvorstand Dr. Johannes Merck unterstreicht. Dazu ist die Stiftung auf drei Aktionsfeldern tätig. Im Interesse des konkreten Naturschutzes fördert sie innovative Umweltprojekte zum langfristig wirksamen Schutz von Gewässern und Feuchtgebieten. Kinder und Jugendliche werden von der Stiftung bei der Durchführung ihrer eigenen „Aqua-Projekte“ unterstützt. Durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren, die Unterstützung von Forschungs- und Bildungszentren sowie das eigene Bildungsangebot „AQUA-AGENTEN“ möchte die Michael Otto Stiftung darüber hinaus Bewusstsein schaffen und zum Umdenken sowie Handeln anregen.  Mit der Initiierung von Dialogen verfolgt die Stiftung drittens das Ziel, gemeinsam mit Entscheidern aus Naturschutz, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nach konstruktiven Lösungen für Menschen und Natur zu suchen.

Weitere Informationen unter www.michaelottostiftung.de
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