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Nicht zusätzlich, sondern grundsätzlich

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist keine Mode

Vom 18. bis 27. September 2009 finden die Aktionstage der Bildung für nachhaltige Entwicklung in ganz Deutschland statt. Unter den bisher mehr als 60 Anmeldungen im Bereich außerschulische Bildung finden sich bis auf den Naturpark Nuthe-Nieplitz kaum Nationale Naturlandschaften, auch keine Biosphärenreservate.

Ein kritischer Einwurf von Klaus Pape, Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Umweltbildung im Biosphäernreservat Schorfheide-Chorin

Es gibt hervorragende Bildungsbeispiele in den Nationalen Naturlandschaften, die als Lernorte der Nachhaltigkeit gelten. Aber es findet sich wohl immer noch die Meinung, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nur eine neue Methode ist, derer man sich auch bedienen will - zusätzlich zu den bereits bewährten - man ist ja schließlich nicht dagegen, aber man kann ja nicht alles und überall mitmachen. Vielleicht finden die Aktionstage ja deshalb in den Schutzgebieten kein so großes Echo.

Schade eigentlich, denn es geht hier nicht um die Teilnahme an einer der vielen zentralen Veranstaltungen, Aufrufe und Wettbewerbe, die manchmal in der Tat wie eine Flut über die wenigen Mitarbeiter vor Ort hereinbrechen.

Nein, es geht nicht um Zusätzliches, es geht um Grundsätzliches. Bildung hat eine Schlüsselrolle für die nachhaltige Entwicklung. Das Verständnis der Verflechtung ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Komponenten und die Fähigkeiten, damit im Alltag umgehen zu können, sind für die Zukunft unserer Welt unerlässlich.

Nachhaltigkeit lernen geht nur ganzheitlich, nicht additiv, nur integrativ.

„Es muss Orte geben, an denen Trends gesetzt werden, nur so können wir die Folgen des Klimawandels bewältigen. Das weltweite Netz der Biosphärenreservate kann diese Orte schaffen“, sagt Prof. Carlo Jäger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Umweltbildung im Biosphäernreservat Schorfheide-Chorin

Und dazu gehört Bildung, einschließlich der notwendigen personellen und materiellen Ressourcen. Der Baden-Württemberger Nachhaltigkeitsbeirat hat der Landespolitik dazu einiges ins „Stammbuch“ geschrieben. Wer mehr dazu wissen möchte, dem sei das Gutachten mit dem Titel „Zukunft gestalten - Nachhaltigkeit lernen" empfohlen, nachzulesen unter:
www.nachhaltigkeitsbeirat-bw.de/mainDaten/dokumente/dokumente.htm
 

Übrigens, die Anmeldung zur Teilnahme an den Aktionstagen geht ganz leicht auf der Web-Seite www.bne-portal.de. Zeigen wir doch, was wir können.

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