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Streifzug durch ein künftiges Weltnaturerbe

Foto: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Das Lob vom Träger des alternativen Nobelpreises Professor Michael Succow für den Grumsiner Forst im Norden der Schorfheide könnte kaum schwärmerischer ausfallen: „Er ist ein großer, nahezu geschlossener Buchenwald mit prächtigen Mooren und einer Vielzahl von Seen in einer atemberaubenden Reliefausstattung. So etwas hatte ich vordem im nordostdeutschen Tiefland noch nirgendwo erlebt“, sagte er nach einer Wanderung. Dieses Areal in der Nähe der Kleinstadt Angermünde, 90 Kilometer nördlich Berlins gelegen, gehört zusammen mit vier weiteren Buchenwäldern zu den Kandidaten für die Aufnahme auf die Liste des Weltnaturerbes.
Seiner Faszination können sich die meisten Besucher nicht entziehen. Soviel Ursprünglichkeit gibt es sonst tatsächlich weit und breit kein zweites Mal. Sicher trug dazu auch die Abgeschiedenheit zu DDR-Zeiten bei. Stasi-Minister Erich Mielke hatte hier sein umzäuntes Jagdrevier.

Braunes Langohr
Foto: Hartmut Richter

Heute erlebt der Wanderer auf geführten Touren mit der Naturwacht des Biosphärenreservates Schorfheide-Chron ein abwechslungsreiches Naturrefugium. Findlinge künden von der Kraft der letzten Eiszeit, die auch die Moore und viele kleine Seen mit seltenen Tieren und Pflanzen sowie die unerwartet gebirgige Landschaft hinterlassen hat.

Auch der Laie merkt schnell, dass er ein wahres Naturjuwel durchstreift. Nach der für 2011 erwarteten Anerkennung als Weltnaturerbe durch die UNESCO soll über das 620 Hektar große Areal aber keine Käseglocke gestülpt werden. Auf ausgewählten Wanderwegen werden Naturfreunde weiterhin die Schönheiten erleben können. Am bisher gültigen Schutzstatus eines Biosphärenreservates ändert sich nichts.

Foto: Biosphärenreservat
Schorfheide-Chorin

Die Reservatsleitung propagiert schon jetzt mehrere Wanderwege am Rande des Totalreservates. Zusätzlich werden zehn Informationstafeln mit allen wichtigen Angaben zur Flora und Fauna aufgestellt. Als Eingangstore zum Weltnaturerbe sind das „Basiscamp Eiszeit“ in Groß Ziethen und das Nabu-Besucherzentrum Blumberger Mühle bei Angermünde vorgesehen.

So kommen Sie zum Grumsiner Forst
www.naturwacht.de

 

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