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Strudelwurm und Pilzmücke

Alpenstrudelwurm.
Foto: Klaus Bogon

Ein besserer Beweis für die Sauberkeit der Gewässer im hessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee ist kaum zu finden: in den Quellen fühlt sich der Alpenstrudelwurm wohl. Er gilt als ein Relikt aus der Eiszeit und in Europa und Sibirien als Indiz für ein reines Wasser. Darüber berichteten Experten des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung kürzlich auf dem 3. Buchenforum des Nationalparks in Bad Wildungen.

 

Alpenstrudelwurm und
Dunkers Quellschnecke.
Foto: Klaus Bogon

Dabei erfuhren die Teilnehmer noch mehr erstaunliche Neuigkeiten. In den rund 500 erfassten Quellen des Naturschutzgebietes leben demnach mehr 700 Tierarten. Zu ihnen gehört neben dem Strudelwurm auch die nur zwei Millimeter große Dunkers Quellschnecke, deren Vorkommen bisher eher in weit westlicher gelegenen Regionen Deutschlands, Luxemburgs, Belgiens, den Niederlanden und den französischen Vogesen bekannt war.

Waldökologen stießen auf dem 5 800 Hektar großen Areal sogar auf eine in Deutschland bislang völlig unbekannte Pilzmückenart mit dem lateinischen Namen Coelosia fusca. Selbst eine deutsche Bezeichnung gibt es nach Auskunft des Hessen-Forstes noch nicht.

Zur Erhaltung der wertvollen Artenvielfalt hat der Hessen-Forst mit Sitz in Kassel eine Naturschutzleitlinie entworfen. Demnach übernehmen 40 hessische Forstämter eine Arten- und Habitatpatenschaft. So kümmert sich das Forstamt Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg beispielsweise besonders um die Pfingstnelke und die Geburtshelferkröte.

Der Buchenwald Kellerwald-Edersee ist mit anderen deutschen Buchenwäldern für die Aufnahme in das UNESCO-Weltnaturerbe nominiert worden.

www.nationalpark-kellerwald-edersee.de

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