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Waldaktie in Mecklenburg-Vorpommern auf Erfolgskurs

Tausende „Waldaktionäre“ in Mecklenburg-Vorpommern

Der Weg zum Waldaktionär  dauert nur wenige Augenblicke. Statt eines aufwändigen Gesprächs bei der Bank und unzähliger Formulare genügen wenige Klicks auf der Internetseite „waldaktie.de“ und schon kann sich der Käufer bequem und mit einem guten Gefühl zurücklegen. Er erhält zwar für seinen Einsatz keine Dividende in einer mehr oder minder großen Geldsumme. Dafür sucht er sich aber seine ganz persönliche Parzelle in einem neuen Waldstück im Mecklenburg-Vorpommern aus, wo er mit zehn Euro pro Aktie die Bepflanzung einer zehn Quadratmeter großen Fläche unterstützt. Auf einer Urkunde und auf der Web-Seite werden die Koordinaten vermerkt. Die sogenannten Klimawälder sollen zusätzlich zu den bestehenden Grünflächen möglichst viel Kohlendioxid binden und somit den Treibhauseffekt eindämmen.

Foto: Tourismusverband
Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Die Idee des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, des Umwelttministeriums und der Landesforstanstalt hat ein unerwartet großes Echo gefunden. Seit dem Start der Aktion im November 2007 sind schon mehr als 10 000 Urkunden zum Preis von jeweils zehn Euro verkauft worden. Mit der eigenommenen Summe konnten bereits acht sogenannte Klimawälder in verschiedenen Regionen angelegt werden.

Die Auswahl der Plätze erfolgt in enger Abstimmung mit den Großschutzgebieten. So befinden sich die Aufforstungsflächen bei Neustrelitz in der Nationalparkregion Müritz, jene in Koserow und Damerow im Naturpark Usedom und bei Glowe im Nationalpark Jasmund auf Rügen. Weitere Klimawälder entstanden bei Schwerin, Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte und Schuenhagen, unweit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Doch die gerade bei Urlaubern auf gute Resonanz gestoßene Aktion hat neben dem symbolischen und gerade für Kinder erzieherischen Wert auch einen wissenschaftlichen Hintergrund. Nach einem Gutachten gleicht ein einziger Baum die im zweiwöchigen Urlaub von einer vierköpfigen Familie verursachten Kohlendioxid-Emissionen aus, 500 Kilometer An- und Abreise inklusive. Dabei setzt eine Familie rund 850 Kilogramm Kohlendioxid frei.

Zu den Käufern der Aktienpapiere im Internet oder bei Forstämtern gehören eine ganze Reihe bekannter Personen. Als „Waldaktionäre“ bekennen sich unter anderem Bundespräsident Horst Köhler, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, die Präsidentin des Landtags Mecklenburgs-Vorpommern Sylvia Bretschneider und das durch den ARD-Tatort aus Münster bekannte Ermittlerduo Axel Prahl und Jan Josef Liefers.

Der bekannteste Waldaktionär
ist Bundespräsident Horst Köhler,
Foto: Tourismusverband
Mecklenburg-Vorpommern e. V.

„Ich fahre nach Mecklenburg-Vorpommern, weil das Gute nahe liegt und ich nicht stundenlang im Flieger sitzen und die Luft verpesten will. Die Idee mit der Waldaktie passt zu diesem Land wie der Strand und die Natur. Deswegen unterstütze ich sie“, sagt der Schauspieler Axel Prahl.

Im Laufe des Jahres 2010 sollen weitere Klimawälder am Rande der Kleinstadt Bützow und auf Rügen entstehen. Eine öffentliche Pflanzaktion wird für den 25. April in Schuenhagen vorbereitet.

Weitere Informationen über Hintergründe und Pflanztermine unter www.waldaktie.de

 

 

 

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