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Wanderer tüfteln über Suppenrezepte
Wie vor 100 Jahren. Das Kuckucksbähnel bringt die Gäste an Sommersonntagen von Neustadt an der Weinstraße ins Elmsteiner Tal im Naturpark Pfälzerwald.
Da die Liebe bekanntlich durch den Magen geht, dürfte der Aufruf zu einem Rezeptwettbewerb im Biosphärenreservat Pfälzerwald auf viel Resonanz stoßen. Schließlich gehört die Region im Südwesten mit ihren ausgedehnten Wäldern, den Weinbergen, Schlössern und Burgen und den grandiosen Aussichten bis ins benachbarte Schutzgebiet der Nordvogesen zu den beliebtesten Ausflugszielen Deutschlands. Da die meisten Besucher mit Wanderschuhen im Gepäck anreisen, werden ihnen bestimmt die richtigen Zutaten für eine stärkende Suppe einfallen. Denn genau die wird gesucht. Beim großen „Wandermarathon Pfälzerwald“ am 31. Oktober soll die „regionaltypische Suppe mit Fleisch- oder Wursteinlage“ mit Produkten aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ihre Premiere feiern. Auch Vorschläge für eine vegetarische Variante sind willkommen. Auf jeden Fall soll die Wandersuppe später in Konserven angeboten werden, falls sie den Geschmack der Wanderfreunde trifft.
Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Rezeptwettbewerb ist typisch für die Vielfalt im Naturpark Pfälzerwald, der 1992 wegen seines besonderen Vorbild- und Modellcharakters in den Rang eines Unesco-Biosphärenreservates erhoben worden war.
Blick von der Wegelnburg in die Weite des
Pfälzer Waldes. Foto: Naturpark Pfälzer Wald
Ein verlängerter Wochenendausflug kann zwar nur einen kleinen Teil dieser 1 800 Quadratkilometer großen Region inmitten der Verdichtungsräume Rhein-Neckar, Karlsruhe und Saarbrücken dem Touristen nahe bringen. Doch bei guter Planung lernt er diesen Landstrich auf höchst unterschiedliche Weise kennen und lieben, sodass der Schnuppertour weitere Abstecher folgen können.
Schnell erweisen sich die guten Verkehrsverbindungen als großer Vorzug. Vom Ausgangspunkt Neustadt an der Weinstraße, das nur einen Katzensprung von Mannheim mit seinem ICE-Bahnhof entfernt liegt, geht es ganz gemütlich und nostalgisch in den Pfälzerwald. Das „Kuckucksbähnel“ fährt zischend und dampfend wie vor 100 Jahren durch das von Burgruinen gesäumte Elmsteiner Tal. An jeder Haltestelle steigen Wanderer ein und aus. Doch auch an der Endstation Elmstein beginnen mehrere Routen. Zur Einkehr und Übernachtung bietet sich das romantische Neustadt an der Weinstraße an.
Der Bus bringt die Touristen am nächsten Tag an den Fuß des Hambacher Schlosses, wo eine Ausstellung an die Geburtsstunde der Demokratie auf deutschem Boden im Jahre 1832 erinnert. 30 000 Menschen hatten damals die deutsche Einheit gefordert. Direkt durch die Weinberge geht es ins kleine Maikammer-Alsterweiler, wo abends eine Exkursion mit einem Landschaftsführer zu Glühwürmchen, Fledermäusen und anderen Waldbewohnern beginnt.
Blick auf die Villa Ludwigshöhe, umgeben
von Weinbergen und dem Pfälzer Wald.
Foto: Naturpark Pfälzer Wald
Am Abschlusstag steht eine Wanderung von St. Martin nach Edenkoben und zur Villa Ludwigshöhe auf dem Programm. Von dort geht es mit der Sesselbahn auf die Rietburg, wo die herrliche Aussicht viele Touristen zumindest für einen Moment innehalten lässt. Gleich zu Füßen liegt der Weinort Roth, wo der Bus für die Rückkehr nach Neustadt abfährt.
Eine kräftige Wandersuppe wurde zwar unterwegs dank anderer kulinarischer Angebote nicht vermisst. Sie hätte aber sicher das Vergnügen noch gesteigert.
Der Einsendeschluss für Rezeptvorschläge ist der 1. September. Die Adresse lautet: Haus der Nachhaltigkeit, Johanniskreuz 1a, 67705 Trippstadt.
Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de, www.biosphere-vosges-pfaelzerwald.org, www.pfalz-touristik.de und www.fahrtziel-natur.de
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2010 © EUROPARC Deutschland
Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks - Nationale Naturlandschaften
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