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Newsbox - 12/2009

In diesem Jahr hat Guido Puhlmann das Amt des Vorstandsvorsitzenden von EUROPARC Deutschland von Eberhard Henne übernommen. Was ist erreicht worden, und wo liegen die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit? Andreas Möller hat den alten und neuen Vorsitzenden zum Gespräch getroffen – und beide nach der Marke Nationale Naturlandschaften, der Umsetzung der Biodiversitätsziele und der Herausforderung des Naturschutzes in Zeiten knapper Kassen gefragt.
Im Jahr 2001 begann der WWF sein größtes Projekt in Deutschland: das Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe. Bis 2018 soll im Bereich zwischen Mulde- und Saalemündung ein durchgehender Verbund echter, überflutbarer  Auenwälder mit einer auentypischen Tier- und Pflanzenwelt gesichert und geschaffen werden. Durch die Herstellung echter Auenbedingungen wird dem Fluss mehr Raum gegeben, so dass Hochwasserereignisse gemildert werden. Bestandteil des Projektes sind Deichrückverlegungen bei gleichzeitiger Sicherung der hinteren Deichlinien.
Biodiversitäts- und Ökosystemforschung wird in der Biosphärenregion Schwäbische Alb vor allem in Kooperation mit Wissenschaftlern am Institut für Experimentelle Ökologie an der Universität Ulm betrieben. Im Rahmen dieser Kooperation findet auch ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertes Verbundprojekt statt. Bundesweit werden darin insgesamt drei Exploratorien durchgeführt: im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Nationalpark Hainich. In den beteiligten Großschutzgebieten werden Beziehungen zwischen der Artenvielfalt und Ökosystemprozessen im Wald und Grünland untersucht. Zum 2. Albsymposion hatten die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und die Forschungsgruppe Biodiversitäts-Exploratorien an der Universität Ulm eingeladen.
Bereits zum vierten Mal hat die Potsdamer Klimaschutzkonferenz stattgefunden, in diesem Jahr erstmals in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg in Berlin.
Auenlandschaften zeigen sehr sensibel Klimaveränderungen an und sind zugleich wichtige Faktoren zur Bewältigung des Klimawandels – z. B. als Flutungsgebiet bei Hochwasserereignissen. Der Klimawandel, der u. a. verbunden sein wird mit langen Trockenphasen einerseits und Starkregen andererseits, bedroht damit in besonderer Weise intakte Auenlandschaften. Mit dem Projekt „KLIMZUG NORD“ im Rahmen des Bundesförderprogramms „KLIMZUG – Klimawandel in den Regionen zukunftsfähig gestalten“ sollen im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue konzeptionelle und strategische Ansätze für ein klimaangepasstes integriertes Flussauenmanagement entwickelt werden.
Für die Natur erwiesen sich jene Landschaftsräume der DDR, die bis zum Zeitpunkt der politischen Wende 1989 kaum betreten werden durften – Staatsjagden, militärische Sperrgebiete und Grenzsicherungsräume – als Refugien für bedrohte Arten. Christian Siepmann erzählt, wie engagierte Naturschützer, allen voran der später mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnete Michael Succow, im Herbst 1989 ein winziges Zeitfenster nutzten, um den Naturschutz für diese Landschaften durchzusetzen. Unterstützt wurden die hartnäckigen Naturschützer vom damaligen Umweltminister Klaus Töpfer, der auch den schönen Begriff vom „Tafelsilber der deutschen Einheit“ prägte.
Der Harz erstreckt sich heute über drei Bundesländer: Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. Die Brockenkuppe, mit 1142 Metern höchste Erhebung im Harz, lag vor 20 Jahren auf dem Gebiet der DDR und war wegen ihrer Grenznähe und strategischen Bedeutung militärisches Sperrgebiet. Am 6. Dezember 1989 erzwangen Demonstranten nach Jahrzehnten die Öffnung des Brockentores. Der plötzlich einsetzende Millionensturm von Brockenbesuchern erforderte von den Naturschützern ein schnelles Handeln. Der Nationalpark Harz erhielt seine Konturen. Ebenso faktenreich wie spannend und emotional beschreiben Dr. Uwe Wegener, heute im Ruhestand, zuvor Leiter der wissenschaftlichen Abteilung im Nationalpark, und Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher, aus Ost- und Westsicht den langen Weg zum Nationalpark Harz.
Auszeit in der Wildnis. In vier Tagesetappen geht es auf Wanderstrecken zwischen 18 und 25 km quer durch den Nationalpark Eifel und damit durch reizvolle, abwechslungsreiche Landschaften. Als Service-Paket für Genießer
enthält das Angebot drei Übernachtungen mit Frühstück, köstliche Eifelspezialitäten, Gepäcktransfer und die Rückfahrt mit dem Trail-Express zum Ausgangspunkt der Wanderung. Gegen Aufpreis ist auch die sachkundige Begleitung durch einen zertifizierten Wanderführer möglich.
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