Nationalpark Berchtesgaden

Blick auf den Königssee im Nationalpark Berchtesgarden

Hoch, wild und schön – “König” Watzmann thront über Berchtesgaden und blickt hinab auf sein Reich: den Nationalpark Berchtesgaden. Im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands finden zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen ein Zuhause. Natur Natur sein lassen – so lautet das Motto in den Bergen und Tälern rund um den weltbekannten Königssee. Doch der Nationalpark Berchtesgaden ist weit mehr als “nur” ein Schutzgebiet – er ist Arbeitgeber, bedeutender Wirtschaftsfaktor, Erholungsgebiet, Versuchsgebiet für moderne Informationstechnologien, Zentrum der Klimaforschung, Anziehungspunkt für Wissenschafter zahlreicher Fachrichtungen, alpinistische Herausforderung und vieles mehr.

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im Süden Deutschlands im Freistaat Bayern – direkt an der Grenze zu Österreich. Er umfasst eine Fläche von rund 21.000 ha und befindet sich vollständig in Staatseigentum. Anteil am Nationalpark haben die Gemeinden Berchtesgaden, Schönau am Königssee und Ramsau. Die höchste Erhebung im Nationalpark Berchtesgaden ist der Watzmann mit 2713 m ü.NN – und damit auch der zweithöchste Berg Deutschlands. Den tiefsten Punkt markiert der Königssee mit 603 m ü.NN.

Watzmann in der Regenpfütze im Nationalpark Berchtesgarden

Bereits im Jahre 1910 wurde der südöstliche Teil des heutigen Nationalparkgebietes als “Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen” auf einer Fläche von 8.600 ha ausgewiesen. Ziel war die Eindämmung des seiner Zeit florierenden Handels mit Alpenpflanzen. Im März 1921 wurde das Schutzgebiet erweitert zum “Naturschutzgebiet Königssee”. Am 1. August 1978 trat die “Verordnung über den Alpen- und den Nationalpark Berchtesgaden” in Kraft: der Nationalpark war geboren.

Heute bietet das Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee seinen Besuchern eine Vielzahl von Angeboten – vom gemütlichen Familienausflug über Pferdeschlittenfahrten im Winter bis hin zu geführten Touren zu den anspruchsvollen, hohen Gipfeln des Nationalparks.

Daten & Fakten

Gründungsjahr: 1978

Größe: 20.804 ha

Geographische Lage: Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im Südosten der Bundesrepublik Deutschland im Freistaat Bayern und grenzt an das österreichische Bundesland Salzburg an. Er umfasst eine Fläche von 210 km² und befindet sich ausschließlich in staatlichem Eigentum.

Landschaften: Laub-, Bergmisch- und Nadelwälder, Latschengebüsche, Almweiden, alpine Matten, Zwergstrauchheiden, Felsfluren, Moore, Bäche und Seen

Edelweiss im Nationalpark Berchtesgarden

Anfahrt:

Auto:

Autobahn A8 München in Richtung Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, weiter auf der B20 bis Berchtesgaden

Autobahn A8 Salzburg in Richtung München, Ausfahrt Salzburg-Süd/Grödig, der B305 folgen nach Marktschellenberg und weiter nach Berchtesgaden (Vignettenpflicht)

Bahn:

Berchtesgaden ist problemlos mit der Bahn erreichbar. Die meisten Hotels und Gästehäuser bieten einen Abholservice am Bahnhof. Mit der Kur- und Gästekarte der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) haben sie zudem die Möglichkeit, alle Linien im Verbandsgebiet kostenlos zu nutzen.

Entfernungsbeispiele: Salzburg ca. 25 km, München ca. 165 km, Rosenheim ca. 95 km

 

Anfahrtszeichnung des Nationalpark Berchtesgaden