Nationalparks in Deutschland

Im Jahr 1971 brach eine kleine Gruppe von Friedensaktivisten der Organisation „Don’t Make a Wave Committee“ mit einem Fischkutter von der Küste Alaskas zur Aleuten-Insel Amchitka auf, um dort einen US-amerikanischen Atomtest zu verhindern. Die Aktion mit dem Namen „Greenpeace“ wurde zwar durch die US Coast Guard unterbunden, es fanden jedoch keine weiteren Atomtests vor Amchitka mehr statt.

1972 wurde die Organisation in Greenpeace Foundation umbenannt. In den folgenden Jahren entstanden weltweit 15 bis 20 Greenpeace-Gruppen, 1979 wurden sie unter dem Namen Greenpeace International zusammengefasst. Mittlerweile ist Greenpeace in über 40 Ländern vertreten. Der deutsche Ableger Greenpeace e. V. wurde 1980 gegründet und ist heute in Hamburg ansässig. Rund 580.000 Fördermitglieder machen Greenpeace e. V. zur größten Umweltschutzorganisation Deutschlands.

Greenpeace macht auf Umweltprobleme – insbesondere auf solche mit globaler Relevanz – aufmerksam, engagiert sich für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen aller Lebewesen und setzt sich für Verbraucherinteressen ein. Das Themenspektrum reicht vom Schutz der biologischen Vielfalt und ihrer Lebensräume über den Einsatz für erneuerbare Energien und eine ökologische, sozial verträgliche Marktwirtschaft bis zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung durch Atommüll, giftige Industrieabfälle und Treibhausgase. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Greenpeace sind gewaltfreie direkte Aktionen, um öffentlichkeitswirksam auf Missstände aufmerksam zu machen.

Als Befürworter des Schutzes von Urwäldern und naturnahen Wäldern unterstützt Greenpeace das Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, bis 2020 den Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung auf 5 Prozent der Waldfläche zu erhöhen. Die Organisation setzte sich im Kellerwald mit einer Kampagne gegen Holzeinschlag und für die Ausweisung eines Nationalparks ein und machte sich für die Einrichtung des Nationalparks Schwarzwald stark. Zum Schutz der deutschen Rotbuchenwälder sieht Greenpeace Potenzial für weitere Schutzgebiete in den Waldgebieten Pfälzer Wald, Spessart, Steigerwald, Ammergebirge, Stechlinsee, Taunus, Solling, Teutoburger Wald und Thüringer Wald.

 


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