Biosphärenreservate in Deutschland

Rund ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Er bietet einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, dient als Luftfilter, Wasserspeicher und liefert den wertvollen Rohstoff Holz. In den 17 deutschen Biosphärenreservaten ist der Waldanteil unterschiedlich groß. Dementsprechend unterscheidet sich die Bedeutung des Waldes und seine Bewirtschaftung für die nachhaltige Regionalentwicklung.

Maßgebend für den Beitrag der Waldwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung ist die Bewirtschaftungsweise. Es geht nicht nur um eine dauerhafte Holzversorgung durch die Bewirtschaftung, sondern auch um die Funktionstüchtigkeit der Ökosysteme und gesellschaftliche Funktionen wie etwa die Erholung der Menschen. Naturnahe Waldwirtschaft erfüllt diese Anforderungen. Durch gezielte Pflege können stabile und ökologisch wertvolle Mischbestände mit hohen Anteilen an standorttypischen Baumarten entstehen. Das beinhaltet auch den Schutz von Habitatbäumen – alte Bäume, die anderen Lebewesen einen Wohnraum geben. Wichtig ist auch die Erhöhung des Alt- und Totholzanteils als Nahrungs- Unterschlupf- und Brutgelegenheit für Insekten und Vögel.

Naturnahe Wälder sind in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen. Daher sollten die Kernzonen der Biosphärenreservate als Bezugsfläche für natürliche Waldgesellschaften des jeweiligen Standortes dienen und einen Einblick geben, wie sich der Standort ohne menschlichen Einfluss entwickelt. Zudem können in Kernzonen die im Ökosystem ablaufenden Prozesse beobachtet werden.

Um dem Schutzzweck der Biosphärenreservate gerecht zu werden, gilt es, den Wald zu nutzen, ohne ihn, seine Prozesse und Mechanismen zu schädigen. Daher sollen massive Eingriffe wie Kahlschlag, Monokulturen und der Einsatz von Schwermaschinen vermieden werden. Durch die selektive Entnahme einzelner Bäume und die Förderung der natürlichen Verjüngung sollen Eingriffe auf ein Minimum reduziert werden.

Ziel sollte daher ein artenreicher, strukturierter und stabiler „Dauerwald“ sein. Ökologisch zu wirtschaften kommt somit nicht nur dem Wald und seinen Lebensgemeinschaften zugute, es lohnt sich auch ökonomisch, denn im Vergleich zur traditionellen Bewirtschaftung sinkt der Aufwand und die Erträge steigen kontinuierlich.

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