Nationalparks in Deutschland

Soweit in Waldnationalparks im Entwicklungszeitraum von 30 Jahren Waldumbaumaßnahmen erforderlich sind oder verbriefte Nutzungsrechte der lokalen Bevölkerung dauerhaft aus der permanenten Managementzone befriedigt werden müssen, soll dies nach den Grundsätzen naturnaher Waldwirtschaft geschehen.

Naturnahe Waldwirtschaft versteht den Wald als dauerhaftes, vielgestaltiges Ökosystem, dessen Selbststeuerungskräfte zur Erzeugung des Rohstoffs Holz, aber auch zur Sicherstellung der ökologischen und sozialen Funktionen der Wälder genutzt werden. Die konsequente Anwendung des Plenterprinzips bildet dabei die zentrale Handlungsoption. Der entstehende Waldaufbau kann als einzeln-, trupp-, gruppen- und horstweise gemischter ungleichaltriger Wald beschrieben werden.

Die Anwendung naturnaher Waldwirtschaft in einem Nationalpark ist ein seltener Ausnahmefall für die in einem Entwicklungsnationalpark zulässigen und notwendigen Waldumbaumaßnahmen und kann die Nutzungsaufgabe und die damit zusammenhängenden ablaufenden Prozesse nicht ersetzen. Naturnahe Waldwirtschaft ist aber neben den großen Schutzgebieten der Nationalparks und den Trittsteinbiotopen der Naturwaldreservate der dritte wichtige Baustein eines modernen zukunftsweisenden Integrationsmodells ökologisch verantwortbarer Waldnutzung.

Wald- und Wildmanagement auf DBU Naturererbeflächen

Dr. H. Otto Denstorf stellt das  Wald- und Wildmanagement auf den DBU-Naturerbeflächen vor, dessen Prinzip die Weiterentwicklung des Waldökosystems zu mehr Naturnähe ist. Dies soll durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, die sich nach dem Entwicklungsstand des jeweiligen Waldgebiets richten und von der eingriffslosen natürlichen Entwicklung bis hin zu langjährigen Umbaumaßnahmen reichen.


Die Umsetzung dieses Webseitenbereichs erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Zoologische Gesellschaft Frankfurt.