Nationalparks in Deutschland

Ich bin Partner, weil ich stolz bin, in und für die Natur zu arbeiten und unseren Gästen einzigartige Naturerlebnisse zu vermitteln.

Siegmund Pfingsten - Inhaber „Naturerlebnis Nationalpark“ und Partner des Nationalparks Wattenmeer

Die Nationalen Naturlandschaften sind die Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks in Deutschland. Das Programm „Partner der Nationalen Naturlandschaften“ führt unterschiedliche Branchen wie etwa Hotellerie, Gastronomie, Mobilität, Handwerk, Lebensmittelverarbeitung, Landwirtschaft oder Bildung in einer Nationalen Naturlandschaft in einer Partnerinitiative zusammen und organisiert den fachlichen Austausch bundesweit. Dabei geht es immer wieder darum, innovative Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens zu diskutieren und Umsetzungsoptionen auszuloten. So werden bundesweit nicht nur der fachliche Austausch, sondern auch Kooperationen und Netzwerke der Partner gefördert, die sich alle mit den Zielen der Nationalen Naturlandschaften identifizieren.

Zur Qualitätssicherung wurden für die Partnerinitiativen bundesweite Mindeststandards festgelegt sowie Mindestkriterien für die Kategorienkataloge verabschiedet. Zudem wurde ein einheitliches Partner-Logo etabliert, das von den meisten Partnerinitiativen als Alleinstellungsmerkmal für die Vermarktung ihrer Produkte genutzt wird.

Aufgrund der vielen Vorteile wächst das Programm seit seinen Anfängen im Jahr 2003 stetig. 2014 beteiligten sich insgesamt über 800 Partnerbetriebe aus 21 Nationalen Naturlandschaften an dem Partnerprogramm, darunter die Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Niedersächsisches Wattenmeer, Sächsische Schweiz, Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund, Kellerwald-Edersee, Hainich, Unteres Odertal, Harz, Bayerischer Wald, Eifel und der Müritz-Nationalpark.

Neben dem stetigen Zuwachs an Partnerinitiativen hat sich auch die Branchenverteilung im Partnerprogramm gewandelt. Waren es ursprünglich vorwiegend Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, so verfügt die Initiative heute über ein breites Spektrum an Branchen (Verkehrsbetriebe, Bildungs- und Informationseinrichtungen, Natur- und Landschaftsführer sowie Erzeuger und Anbieter regionaler Produkte). Generell haben die Partnerbetriebe einen direkten geografischen oder wirtschaftlichen Bezug, erfüllen hohe Qualitäts- und Umweltstandards und fungieren als Multiplikatoren der Schutzgebiets-Idee in ihren Regionen.

Die teilnehmenden Betriebe haben durch die Zusammenarbeit mit den Nationalen Naturlandschaften die Möglichkeit, sich von der Masse ihrer Mitbewerber abzuheben, da diese Kooperation eine exklusive Auszeichnung und ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal darstellt. Gäste bzw. Kunden erfahren eine individuelle Betreuung im Schutzgebiet mit vielseitiger Information, darüber hinaus werden ihnen hohe Qualitäts- und Umweltstandards geboten. Dies wirkt sich auch auf die Zufriedenheit der Gäste bzw. Kunden aus, die nach einem Besuch wertvolle Werbeträger für die Region sein können.

Eine Umfrage unter den Partnerinitiativen im Jahr 2013 ergab, dass auch zukünftig neue Gewerbe hinzukommen sollen.

Mit der kontinuierlichen Etablierung des Partnerprogramms wurden auch die Kriterien und Mindeststandards stetig weiterentwickelt. Eine Stärkung des öffentlichen Auftritts wurde durch eine gemeinsame Außendarstellung (Messen, Internet, Newsletter, Postkarten etc.) im Corporate Design der Nationalen Naturlandschaften realisiert. Die Durchführung eines gemeinsamen bundesweiten Dialogforums konnte 2012 erstmalig im Nationalpark Kellerwald-Edersee zum Thema „Ein Netzwerk für Tourismus und Natur“ verwirklicht werden. Im Jahr 2014 wurde die Reihe mit dem Themenschwerpunkt „Wie kann eine touristische Produktentwicklung erfolgreich gestaltet werden?“ im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg erfolgreich mit Mitteln von BMU und BfN weitergeführt. Die Dialogforen dienen einem bundesweiten Austausch der Partnerbetriebe und geben ihnen wichtige neue Impulse für ihre Arbeit.

Teamarbeit in Großschutzgebieten — Freiwilligenmanagement in Planung und Praxis

Dieser Bericht stellt die Ergebnisse des zweijährigen Projekts „Aufbau eines Freiwilligenprogramms in deutschen Schutzgebieten“ mit vielen Praxisbeispielen aus den 15 Modellregionen des Projekts vor. Er enthält Hintergründe zur Planung und Umsetzung eines Freiwilligenprogramms und liefert wertvolle Argumente und Anregungen, wie dieses in das Schutzgebietsmanagement integriert werden kann.


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