Nationalparks in Deutschland

Klassischer Naturschutz sieht in der Regel Pflegemaßnahmen vor, die bestehende Biotope erhalten und somit Lebensraum für bestimmte Arten bieten können. Der Ansatz, einen bestimmten Entwicklungszustand zu konservieren oder Maßnahmen zum Schutz einzelner Arten durchzuführen, ist in Nationalparks die Ausnahmesituation.

Pflegende Maßnahmen des klassischen Naturschutzes bedürfen in Nationalparks einer besonderen Begründung und der Darstellung der Maßnahmen im Managementplan.

Üblicherweise sind bestimmte Zonen ausgewiesen, in denen Maßnahmen des Arten- und Biotopschutzes dauerhaft durchgeführt werden. Diese „Managementzonen“ dürfen maximal 25 % der Gesamtfläche ausmachen und bieten Raum, um Arten von höchster Seltenheit und Gefährdungsstufe oder traditionelle Kulturlandschaftselemente auch in Nationalparks dauerhaft zu erhalten. So werden beispielsweise im Nationalpark Bayerischer Wald die früheren Weideflächen, die sogenannten Schachten, dauerhaft offen gehalten. Auch im Nationalpark Berchtesgaden zählt die Beibehaltung der traditionellen bäuerlichen Almwirtschaft zu den im Nationalpark zulässigen Managementaufgaben.

Management im Nationalpark Bayerischer Wald

Die Webseite informiert über die im Nationalpark Bayerischer Wald stattfindenden Waldmanagementmaßnahmen – insbesondere auf den vom Borkenkäfer befallenen Flächen – und verweist auf weiterführende Publikationen.


Die Umsetzung dieses Webseitenbereichs erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Zoologische Gesellschaft Frankfurt.