Nationalparks in Deutschland

Die Verbände der Holz- und Forstwirtschaft lehnen weitere Nationalparkausweisungen ab. Begründet wird dies im Wesentlichen mit einem vermeintlichen Zusammenbrechen der Rohstoffversorgung, dem Verlust von Arbeitsplätzen, dem Zugrundegehen der Wälder, die ohne pflegende Maßnahmen nicht existieren könnten, und dem Eingriff in das Eigentumsrecht der Waldbesitzer.

Nationalparks werden auf Flächen eingerichtet, die sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, daher wird kein Eigentumsrecht von privaten Landeigentümern verletzt.

Der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie behauptet in seinen Diskussionsbeiträgen zu geplanten Nationalparks immer wieder, dass ein Nationalpark der Natur und der Artenvielfalt schade, klimaschädlich sei und die Entwicklung einer Region behindere, obwohl dies in mehreren Untersuchungen widerlegt wurde.

Selbstverständlich kommt in der Auseinandersetzung um neue Nationalparks auch das Arbeitsplatz-Argument ins Spiel. So wurde beispielsweise bei der Diskussion um den Nationalpark im Hunsrück die nicht mehr nutzbaren Kubikmeter Holz auf die Zahl der Gesamtarbeitsplätze des Clusters Forst und Holz bezogen und daraus der Verlust errechnet. Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass im Cluster Forst und Holz Rheinland Pfalz die Arbeitsplätze im Bereich Papier und Druckgewerbe völlig unabhängig vom Holzaufkommen in Rheinland-Pfalz sind.

Mit ihrer konsequenten Verweigerungshaltung gegen neue Nationalparks negieren die Verbände der Forst- und Holzwirtschaft nicht nur die erklärten Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie, deren Umsetzung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart wurde, sondern verabschieden sich auch von dem auf dem ersten Deutschen Waldgipfel vereinbarten Generationenvertrag zur Waldbewirtschaftung: Hier wurde – von den Verbänden mitgetragen und unterzeichnet – der Konsens erzielt, 5 % der deutschen Wälder aus der Bewirtschaftung zu nehmen.

Die Forst-, Holz- und Papierwirtschaft in Rheinland-Pfalz

Diese Mitteilung, veröffentlicht von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz beschreibt die Wirtschaftsbereiche und Wertschöpfungsketten der Forst-, Holz- und Papierwirtschaft in Rheinland-Pfalz (Arbeitsplätze, Umsatz, Wertschöpfung des Sektors).


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