Biosphärenreservate in Deutschland

Um die vielfältigen Aufgaben und Ziele umzusetzen, sind UNESCO-Biosphärenreservate nach den internationalen Leitlinien räumlich in drei Zonen unterteilt. Abgestuft nach den menschlichen Einflüssen werden die Gebiete in eine Kern-, Pflege- und Entwicklungszone gegliedert.

Kernzone

In einem Biosphärenreservat gehören zur Kernzone natürliche und naturnahe Ökosysteme. Sie stehen repräsentativ für den zu schützenden Naturraum oder für Bereiche, die sich durch Prozessschutz zu natürlichen oder naturnahen Ökosystemen entwickeln können. Das Ziel ist, der Natur einen Rückzugsort ohne menschliche Einwirkung zu bieten und eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen. Doch der Mensch wird nicht gänzlich aus diesen Flächen ausgeschlossen, weil Kernzonen der Forschung und dem Monitoring dienen, um zu untersuchen und zu evaluieren, wie sich die Natur (weitgehend) ohne den Eingriff des Menschen entwickeln würde. Soweit keine einschneidende Beeinträchtigung des Gebietes besteht, ist Bildung für nachhaltige Entwicklung vorgesehen: Schwerpunkte sind vor allem das Erleben von Wildnis und das Verständnis für die Entstehung von Wildnis. Insgesamt soll die Kernzone drei Prozent der Fläche des Biosphärenreservates einnehmen. Diese kann aus einer oder mehreren Flächen bestehen und soll insgesamt groß genug sein, um sicherzustellen, dass die Dynamik ökosystemarer Prozesse ermöglicht wird.

Pflegezone

Umgeben wird die Kernzone von der Pflegezone, die die Kernzone von äußeren Beeinträchtigungen abschirmen soll. Schonende Landnutzungsverfahren dienen dazu, die wertvollen Ökosysteme der Kulturlandschaft zu erhalten. In vielen Bereichen ist eine gezielte und naturverträgliche Nutzung unabdingbar, da der Fortbestand zahlreicher Tier- und Pflanzenarten von dem Erhalt der Kulturlandschaft abhängt. Die Summe aus Kern- und Pflegezone soll 20 Prozent der Gesamtfläche des Reservates ausmachen.

Entwicklungszone

Die Entwicklungszone umfasst den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung und stellt den wirtschaftenden Menschen in den Vordergrund. In diesen Bereichen soll vor allem durch umwelt- und ressourcenschonende Arbeitsweisen die Wertschöpfung der Region gesteigert werden. Exemplarisch möchte man so eine nachhaltige Entwicklung im Einklang von Mensch und Natur fördern.


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